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Göttingen 120 000 Ecstasypillen auf Rastplatz Staufenberg beschlagnahmt
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120 000 Ecstasypillen auf Rastplatz Staufenberg beschlagnahmt

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10:36 04.12.2020
Das Zollamt Braunschweig hat auf einem Parkplatz an der A 7 einen großen Fund gemacht.
Das Zollamt Braunschweig hat auf einem Parkplatz an der A 7 einen großen Fund gemacht. Quelle: dpa
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Göttingen

Auf dem Rastplatz Staufenberg an der Autobahn 7 hat der Zoll einen türkischen Lastwagen kontrolliert. In der Fahrerkabine entdeckten die Kontrollbeamten mehrere Taschen, die mit blauen und orangenen Tabletten gefüllt waren. Für Ecstasy typisch trugen die Tabletten eine auffällige, zweckentfremdete Prägung. In diesem Fall zeigte es die des amerikanischen Automobilbauers "Tesla". Eine genauere Untersuchung des gesamten Fahrzeugs mithilfe eines Rauschgiftspürhundes der Landespolizei Thüringen erwies sich als unproblematisch. Zu Beginn der Kontrolle hatte der sichtlich nervöse Fahrer versucht, die Zöllner mit ein paar selbstgestopften Zigaretten abzulenken.

„120.000 Ecstasypillen mit einem Straßenverkaufspreis von über 700.000 Euro sind nicht nur ’bei uns auf dem flachen Land' eine erschreckend große Menge. Der Fund zeigt, wie wichtig und richtig es ist, dass der Zoll nicht nur an Flug- und Seehäfen, sondern auf allen Verkehrswegen kontrolliert," kommentiert Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig. Hinsichtlich der Gefahren der "Tesla"-Tabletten, vor denen selbst in einschlägigen Internet-Foren regelmäßig gewarnt wird, meint Zollamtmann Löhde: „Die Meldungen der letzten Zeit zeigen: Meinen Kolleginnen und Kollegen von der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen haben vielleicht Leben gerettet! Darum kann ich zu diesem Fund nur gratulieren.“ Der 36-jährige Fahrer wurde noch vor Ort festgenommen und befindet sich noch in Haft.

Die Ermittlungen hat inzwischen das Zollfahndungsamt in Frankfurt am Main als zuständige Behörde für die Verfolgung schwerer und organisierter Kriminalität im Auftrag der Staatsanwaltschaft Göttingen übernommen. Der Vorfall hatte sich bereits am 15. September 2020 ereignet. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, konnte der Aufgriff nicht früher öffentlich gemacht werden.

Von vw

04.12.2020
04.12.2020