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Göttingen 1300 Ausbildungsplätze in der Region Göttingen noch nicht besetzt
Die Region Göttingen 1300 Ausbildungsplätze in der Region Göttingen noch nicht besetzt
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10:00 14.07.2019
Für junge Menschen, die im August oder September eine Ausbildung beginnen wollen, aber noch keine Lehrstelle haben, bietet die Göttinger Agentur für Arbeit in den Sommerferien eine Sprechstunde an. Quelle: dpa
Göttingen

Für junge Menschen, die im August oder September eine Ausbildung beginnen wollen, aber noch keine Lehrstelle haben, bietet die Göttinger Agentur für Arbeit in den Sommerferien eine Sprechstunde an.

„Die Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur Göttingen, die für Stadt und Landkreis Göttingen sowie den Landkreis Northeim zuständig ist, seit Oktober 3000 Ausbildungsstellen gemeldet“, berichtet Christine Gudd, die Pressesprecherin der Agentur. Das sind knapp 230 Lehrstellen mehr als im Vorjahreszeitraum (+8,3 Prozent). Von den gemeldeten Stellen ist derzeit noch mehr als ein Drittel nicht abschließend besetzt.

„Seit Oktober haben sich bei uns oder den Jobcentern der Region knapp 2200 Jugendliche und junge Erwachsene gemeldet, die eine Lehrstelle suchen“, führt Gudd aus. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 200 Bewerber weniger (-8,6 Prozent). Von den interessierten jungen Menschen suchen derzeit noch 751 eine Lehrstelle.

Offene Sprechstunde im Berufsinformationszentrum

Weil gleichzeitig 1300 Ausbildungsplätze noch unbesetzt sind, bietet die Berufsberatung der Arbeitsagentur bis zum 6. August jeweils dienstags von 9 bis 12 Uhr im Berufsinformationszentrum an der Bahnhofsallee 5 in Göttingen eine offene Sprechstunde an. Dort können Jugendliche und junge Erwachsene ohne Termin Fragen zu Bewerbungsunterlagen, offenen Ausbildungsstellen, Alternativen zum Wunschberuf, aber auch zu Unterstützungsangeboten der Arbeitsagentur und Überbrückungsmöglichkeiten stellen. Die Sprechstunde, die es nur in Göttingen gibt, richtet sich an einen Ausbildungsplatz suchende Personen aus dem gesamten Agenturbezirk.

Bewerber springen kurzfristig ab

„Offene Stellen gibt es nahezu in allen Bereichen, weil Bewerber immer wieder noch kurzfristig abspringen“, betont Gudd. Gesucht wird insbesondere noch im Handwerk. „Besonders viele offene Ausbildungsplätze gibt es im Lebensmittelhandwerk, also bei den Bäckern und Fleischern sowie den entsprechenden Fachverkäufern“, ergänzt Andreas Gliem, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen. Nicht zuletzt aufgrund von Personalmangel ist dort die Zahl der Betriebe in den vergangenen zehn Jahren um ein gutes Viertel zurückgegangen.

Mehr Bewerber im Bau- und Baunebengewerbe

„Gesucht werden aber auch angehende Elektroniker, Kfz-Mechatroniker, Maurer, Maler, Anlagenmechaniker Heizungs-, Sanitär-, Klimatechniker“, berichtet Stefan Pietsch von der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen. „Die Zahl der Bewerber im Bau- und Baunebengewerbe, wo die Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten besonders gut sind, zieht seit einiger Zeit auf niedrigem Niveau wieder an“, freut sich Gliem.

Finanz- und Versicherungsberufe

„Offene Ausbildungsplätze gibt es zudem im Logistikbereich, bei den Finanz- und Versicherungsberufen und im Einzelhandel“, sagt Gudd von der Arbeitsagentur. „Händeringend Nachwuchs benötigt das Hotel- und Gaststättengewerbe“, weiß Gliem, der kommissarisch die Geschäftsstelle des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Göttingen leitet. Sie würden gerne angehende Hotelkaufleute, Restaurantkaufleute und Köche einstellen. „Bedarf herrscht schließlich bei den Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten“, weiß Gudd. Wer ein ausführliches Beratungsgespräch mit der Berufs- oder Studienberatung vereinbaren möchte, meldet sich telefonisch über die kostenlose Service-Nummer 0800/4555500 oder per E-Mail an goettingen.berufsberatung@arbeitsagentur.de. Diese Gespräche sind auch in der Geschäftsstelle der Agentur in Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim, Osterode und Uslar möglich. Informationen zu offenen Ausbildungsstellen in der Region gibt es unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de.

Argumente für eine Ausbildung

In Deutschland gibt es mehr als 300 anerkannte Ausbildungsberufe. Da ist für jeden jungen Menschen etwas dabei. Eine Ausbildung bietet die Möglichkeit, nach dem vielen Lernen in der Schule etwas Handfestes zu tun. Auszubildende sind vom ersten Tag an in ihrem Betrieb praktisch tätig. Die Chancen nach der Ausbildung übernommen zu werden, sind angesichts des Fachkräftemangels gut. In den kommenden Jahren suchen zudem viele Firmenchefs einen Nachfolger. Das eröffnet Karrierechancen.

Die duale Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule schafft eine gute Grundlage, um sich später beruflich weiterzubilden. Ein Anreiz, eine Lehre anzutreten, ist das Geld, das es zu verdienen gibt. Das macht finanziell unabhängiger von den Eltern und eröffnet die Möglichkeit, sich schon in jungen Jahren ein finanzielles Polster zu schaffen. (mic)

Von Michael Caspar

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