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Göttingen Mehr Möglichkeiten für St. Martini
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11:37 25.05.2017
Von Rüdiger Franke
Erläuterungen: Legende am Ende des Textes. Quelle: r
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Duderstadt

Das Krankenhausareal wird im aktuell gültigen Plan als „Fläche im Gemeinbedarf – gesundheitlichen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen“ dargestellt. Bislang habe das mit der Verbesserung des Angebots verbundene Wachstum der Einrichtung nur innerhalb der vorhandenen Flächen erfolgen können, so Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Krankenhausträger und -leitung stellten derzeit Überlegungen an, wie die weitere Entwicklung des Standorts mittel- bis langfristig aussehen könnte. Dafür reiche das bisherige Areal nicht aus.

Fünf Flächen im Gemeinbedarf

Fünf Flächen im Umfeld des Krankenhauses sollen mit der 14. Änderung des F-Plans „im Gemeinbedarf“ eingetragen werden, erklärt der Bauausschuss-Vorsitzende Hermann Hesse (CDU). Damit würde das Gebiet zwischen den Bundesstraßen 247 im Norden und und 446 im Süden diesen Status tragen. Die Ortsratsfraktion der CDU habe zudem den Wunsch geäußert, das Krankenhaus als alleinigen Nutzer der Option eintragen zu lassen. Betroffen von der neuen Darstellung im F-Plan seien eine zwischen dem Krankenhausareal und der B 247 angrenzende Landwirtschaftfläche, eine kleine Grün- und eine Wohnbaufläche im Osten sowie eine Wohnbaufläche im Südosten des Areals. Die fünfte diente bislang als Parkplatz.

Frühzeitiger Anstoß für spätere Planungen

Die Änderungen im F-Plan brächten aber keine sofortige Ausweitung des Krankenhausareals mit sich, erklärt St.-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde. Abgesehen von den Mitarbeiterparkplätzen habe das Krankenhaus keine weiteren konkreten Baupläne auf den dann neu ausgewiesenen Flächen. Darüber hinaus sei das Krankenhaus gar nicht im Besitz aller Flächen wie zum Beispiel der Wohngrundstücke im Südosten. Der Anstoß zum Verfahren sei lediglich erfolgt, da die Änderung eines Flächennutzungsplans durchaus mehrere Jahre dauern könne.

Vereinbarkeit mit Landschaftsschutz prüfen

Die neuen Mitarbeiterparkplätze sollen auf einer Fläche zwischen der B 247 und dem nördlich des Sulbig-Baches verlaufenden Wirtschaftsweges entstehen. Allerdings liege diese Fläche planungsrechtlich im Außenbereich, so Nolte. Deshalb müsse hierfür ein Bebauungsplanes aufgestellt werden, die Nummer 87 „Stellplatzanlage St. Martini – Nord“. Allerdings liege die gesamte nördliche Erweiterungsfläche innerhalb der vom Landkreis Göttingen erlassenen Landschaftsschutzgebietsverordnung „Untereichsfeld“. Ein Teil der Fläche gehöre darüber hinaus zum 1912 gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet der Hahle und zu dem aktuell vorläufig für den Hochwasserabfluss gesicherten Bereich. Deshalb gelte es, die Vereinbarkeit im Planverfahren zu prüfen und zu regeln.

Legende:

grün umrandet: bisherige „Fläche im Gemeinbedarf – gesundheitlichen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen“

rot umrandet: voraussichtliche Geltungsbereiche der 14. Änderung des Flächenutzungsplans

Fläche 1: bisher Fläche für die Landwirtschaft

Fläche 2: bisher Grünfläche

Flächen 3 und 4: bisher Wohnbaufläche

Fläche 5: bisher Verkehrsfläche - ruhender Verkehr

nach geplanter Änderung: „Flächen im Gemeinbedarf – gesundheitlichen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen“

blau umrandet: voraussichtlicher Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 87 "Stellplatzanlage St. Martini - Nord