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Göttingen 15 Plätze für Ein- bis Dreijährige
Die Region Göttingen 15 Plätze für Ein- bis Dreijährige
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07:00 18.12.2018
Der Bewegungs- und Mehrzweckraum: Rundgang mit (v. r.) Kita-Leiterin Melanie Jung, Bauleiterin Angela Lott und Jugend- und Schuldezernent Siegfried Lieske. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Von einem Comic erzählte Göttingens Superintendent Friedrich Selter bei der Eröffnung. Die Gottesmutter Maria habe zu Weihnachten an der Krippe gekniet. In der Sprechblase darüber habe gestanden: „So früh wollte ich den Jungen eigentlich nicht in die Krippe geben.“ Daran, so der Superintendent, gehe heute vielfach kein Weg vorbei. Beide Eltern seien häufig berufstätig. Die Kirche wolle junge Familien entlasten. Mit der Krippe steigere die Stephanus-Gemeinde zudem die Attraktivität ihrer Kindertagesstätte.

Hohe Nachfrage

In Geismar würden besonders viele Krippenplätze nachgefragt, ergänzte Göttingens Sozialdezernent Siegfried Lieske. In anderen Stadtteilen, etwa Grone-Süd, sei die Nachfrage geringer, obwohl es dort mehr Kinder gebe, die eine Kindertagesstätte besuchen sollten. Er sei dem Kirchenkreis Göttingen für den Betrieb von 19 Kindertagesstätten dankbar. Das entspreche einem guten Fünftel der mehr als 90 Kindertagesstätten in Göttingen.

„30 Millionen Euro gibt die Stadt jedes Jahr für Kinderbetreuung aus“, ergänzte Göttingens Bürgermeisterin Helmi Bebehani (SPD). „Gut investiert“ sei das Geld. Es mache die Stadt für junge Eltern attraktiv und helfe so, Fachkräfte nach Göttingen zu holen oder sie dort zu halten. Bebehani hatte vor zwei Jahren den Impuls zur Einrichtung der Stephanus-Krippengruppe gegeben.

Umbau der alten Pastorenwohnung

„Entstanden ist die Krippe für 365 000 Euro in der ehemaligen Pastorenwohnung, die seit zwei Jahren leer steht“, berichtete Hans-Joachim Merrem, der dem Kirchenvorstand vorsitzt. Im Erdgeschoss seien drei Wände herausgenommen worden, führte Statiker Ralph Ehrhadt aus. Um dem 1965 errichteten Gebäude Halt zu gegen, habe ein Stahlträger eingezogen werden müssen.

Ruheraum mit Matratzen und Schlafkörben

Im Erdgeschoss, das über die Straße Unter den Linden barrierefrei zugänglich ist, entstand neben Foyer und Gruppenraum noch ein Ruheraum mit Matratzen und Schlafkörben. Winzig kleine Toiletten und ein Wickeltisch finden sich nebenan im Bad, das zudem mit einem langgezogenen Waschbecken zum Planschen und einer Dusche ausgestattet ist.

Im ersten Stock schufen Handwerker einen Bewegungsraum mit Schwingboden, den auch die 44 Kindergartenkinder nutzen dürfen. In einem abgetrennten Bereich hat die Leiterin der Kindertagesstätte, Melanie Jung, erstmals ein eigenes Büro erhalten. Nebenan gibt es einen Sozialraum für die zwölf Mitarbeiterinnen mit atemberaubend schönen Blick ins Leinetal. Außerdem haben sie ein Zimmer für Besprechnungen mit Eltern bekommen.

Stephanus-Kindertagesstätte erhielt im Sommer eine Mensa

160 000 Euro investierten die Lutheraner in die Sanierung des Kindergartens, die während der Sommerferien erfolgte. Die Einrichtung erhielt eine Mensa und einen zusätzlichen Toilettenraum. Die Gruppenräume verfügen nun über Akustikdecken, die Lärm schlucken.

Kirchenvorstand Merrem dankte bei der Eröffnung Architektin Angelika Lott, den Handwerkern und Küster Andreas Klaproth, dass sie in einer „großen Kraftanstrengung“ die Krippe in nur vier Monaten geschaffen hätten.

„Von den Gesamtkosten von 525 000 Euro hat der Kirchenkreis Göttingen mit 300 000 Euro den größten Brocken übernommen“, führte Peter Friele aus, der beim Kirchenkreisamt Göttingen-Münden die Abteilung Bauen und Liegenschaften leitet. Einen Zuschuss von 180 000 Euro gewährte das Land Niedersachsen für den Krippenbau. Die Kirchengemeinde selbst trug 35.000 Euro der Kosten.

Von Michael Caspar

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