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Göttingen 150 Teilnehmer bei Treppenlauf für Kinderschutzbund
Die Region Göttingen 150 Teilnehmer bei Treppenlauf für Kinderschutzbund
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21:05 03.02.2012
Daumen hoch: Organisator Christian Rathmann (M.) zwischen den Feuerwehrmännern Alexander Meyer und Joachim Posanz (v.l.).
Daumen hoch: Organisator Christian Rathmann (M.) zwischen den Feuerwehrmännern Alexander Meyer und Joachim Posanz (v.l.). Quelle: Vetter
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Göttingen

„Stairrunner“ hat der Initiator die Aktion genannt. Die Idee: Jeder Teilnehmer spendet einen Euro, den die Firma Rathmann verdoppelt und dem Kinderschutzbund Göttingen für sein Projekt gegen Mobbing zugute kommen lässt.

Unter denen, die sich im Treppenhaus Nord heute der Herausforderung stellen, ist Jens Lüdeke, Jahrgang 1990. Mit einer Laufzeit von einer Minute und 29 Sekunden liegt er unter denen, die ihr Tempo notieren, zunächst vorn. Bis Joachim Posanz, Göttinger Berufsfeuerwehrmann und Weltmeister in der Disziplin „Toughest Firefighter Alive“, bei seinem dritten Lauf die Zeit nimmt: 1:26 zeigt die Stoppuhr. Einen Wettbewerb will er aus dem Rennen nicht machen. „Heute ging es ja nur darum, einen guten Zweck zu erfüllen“, sagt Posanz. So sieht es auch sein Kollege Alexander Meyer, Drittplatzierter unter den härtesten Feuerwehrmännern.

Die Einzigen, die die Stockwerke mehrmals erklimmen, sind sie nicht. Die achtjährige Verena Fegebank etwa hat die Strecke schon zweimal bewältigt und will es noch einmal wissen. Von 17.30 bis 18.30 Uhr herrscht im Treppenhaus reger Verkehr. Die älteste Teilnehmerin ist laut Liste 1941, die jüngste 2010 geboren. Zwischen dem Schnaufen (und Fluchen) einzelner Teilnehmer ist immer wieder auch ein an Luke Skywalkers Vater erinnerndes Atemgeräusch zu hören. Immer dann, wenn wieder einer der Berufsfeuerwehrmänner mit umgeschnallter Atemmaske um die Ecke biegt. Die Mitglieder des „Challenge Teams“ der Ehrenamtlichen Feuerwehr Hardegsen wiederum sehen den Lauf als Training für den Berliner Sky Run.

Auch Initiator Rathmann blickt nach vorn. Drei- bis viermal im Jahr will er den „Stairrunner“ künftig in Göttinger Treppenhäuser bringen. Den Weltmeister der Feuerwehr hat er schon mal auf seiner Seite. „Ich glaube, dass das wirklich gut ankommt. Die Aktion ist einfach total geil“,  sagt Posanz. Bilanz des Abends: 745 Euro sind zusammengekommen, T-Shirt-Verkäufe und Spenden ohne Lauf eingerechnet. Allein 100 Euro hat der ASC Göttingen beigesteuert. Ein Ergebnis, mit dem auch Rathmann zufrieden ist. Er habe nicht damit gerechnet, dass so viele mitmachen, sagt er immer wieder.