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Göttingen Der Superwurm kann sogar Schwäne vertreiben
Die Region Göttingen Der Superwurm kann sogar Schwäne vertreiben
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09:00 25.07.2019
Gespannt lauschen Groß und Klein, wie es dem Superwurm ergeht. Quelle: vw
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Göttingen

Einen Namen hat der Superwurm nicht – den braucht er aber auch nicht, denn: „Superwurm, der Superheld, ist der tollste Wurm der Welt“. Und als Superheld bleibt man lieber namenlos, zumindest in dem Kinderbuch von der englischen Autorin Julia Donaldson und des deutschen Illustrators Axel Scheffler, der durch „Der Grüffelo (1999)“ bekannt wurde. Beim Vorlesesommer im Levinschen Park in Grone lauschten die kleinen Zuhörer ganz andächtig der Vorleserin Elina Nurmela von der Evangelischen Familien-Bildungsstätte.

Nun aber schnell zurück zum Superwurm, der nicht nur aufgrund seiner Superkräfte von fast allen in seinem Umfeld gemocht wird. Immer hilfsbereit, immer freundlich – Eigenschaften, die nicht bei allen gut ankommen. Zumindest nicht bei der missgünstigen und habgierigen Echse, die den Superwurm für ihre Zwecke benutzen möchte. Sie schickt einen Handlanger aus, nämlich eine ihr treu ergebene Krähe. Die einen unbeobachteten Moment nutzt und den Superwurm entführt. Vermeintliche Schätze soll er unter dem Erdreich aufspüren. Doch außer Müll findet er nichts. Die Echse versteht allerdings wenig Spaß und hat den Wurm zur Strafe für sein Versagen schon auf ihre Speiseliste gesetzt.

Zauberblume ohne Wirkung

Mucksmäuschenstill ist es unter den kleinen Zuhörern und ihren Eltern. Wird sich der Superwurm aus seiner misslichen Lage befreien können. Allein nicht, dass ist schnell klar, aber wozu hat man in derartigen Notsituationen gute Freunde. Die Schnecken fressen flugs erst einmal die Zauberblume auf, die der Echse Macht verliehen hat, die Raupen schleppen Blätter heran und die Spinne spinnt. Stabil ist das Netz und muss es auch sein, schließlich ist es für die Echse gedacht. Ohne die Wirkung der Zauberblume wird sie zu einer leichten Beute, landet im Netz und schließlich auf dem Müll, da kennen die Freunde des Superwurms kein Erbarmen. Und seinen Status bekommt er auch zurück: „Superwurm, der Superheld, ist der tollste Wurm der Welt“.

Der Superwurm. Quelle: vw

Die Erleichterung, dass es zumindest für den Wurm gut ausgegangen ist, ist unter den Kindern spürbar. Und klar, wer will einen solchen Wurm nicht besitzen. Kein Problem, denn Elina Nurmela und Birgit Bräuer, die derzeit ein Praktikum in der Familien-Bildungsstätte absolviert, sind bestens präpariert. Und so wird anschließend gebastelt, mit ein bisschen Hilfe von den Eltern. „Mein Wurm soll rote Augen haben“, sagt die kleine Esma. Dass es am Ende ein rotes und ein oranges ist, stört überhaupt nicht. Superwurm bleibt Superwurm – und einen roten Mund bekommt er auch noch. Einige Kinder agieren auch nach dem Motto: Doppelt hält besser und basteln schnell noch einen.

Schwan schaut vorbei

Und als wäre es von den Veranstaltern geplant gewesen, kommt ein Schwan vorbei, der sich das muntere Treiben sehr interessiert anschaut. Mutig stellt sich Vorleserin Elina ihm mit einem selbst gebastelten Superwurm in den Weg. Resigniert zieht er kurze Zeit später ab – einem Superwurm stellt man sich eben nicht in den Weg.

Nicht umsonst heißt der Titel des 16. Göttinger Kinder-Vorlese-Sommers „Kleine Helden – Starke Typen“. „Ich finde besonders toll, dass es draußen ist“, erzählt Nurmela. Begeistert von der Veranstaltung zeigen sich auch Daniela Martin und ihr Mann Stefan Thiele mit der kleinen Greta. „Meine Mutter hat mir eine WhatsApp mit dem Flyer der Veranstaltungen geschickt“, berichtet Martin. Sie können sich sehr gut vorstellen, auch noch eine weitere Veranstaltung zu besuchen. Wenn auch eines der Lieblingsbücher ihrer Tochter „Die Prinzessin auf der Erbse“, nicht vorgelesen wird. Der Superwurm kam bei Greta auch sehr gut an.

16. Göttinger Kinder-Vorlese-Sommer

Noch drei Veranstaltungen bietet der 16. Göttinger Kinder-Vorlese-Sommer unter dem Titel „Kleine-Helden –Starke Typen“. Am 31. Juli gibt es die Chance, den Trecker-Spielplatz im Jahnstadion unter die Lupe zu nehmen. Ab 16 Uhr heißt es dann „Bettmän kann nicht schlafen“ von Hartmut El Kurdi und Marine Lundin. Der Spielplatz Leineberg ist am 7. August Vorleseort für „Auf keinen Fall Prinzessin“ von Grzegorz Kasdepke und Emilia Dziubak. Den Abschluss bildet am 14. August „Supadupa-Schwein“ von Daniel Napp. Das Spielschiff am Kiessee soll dann für den entsprechenden Rahmen sorgen. In Anschluss gibt es jeweils eine kleine Mitmach-Aktion. Bei Regen und sehr unbeständigem Wetter fallen die Veranstaltungen aus.

Von Vicki Schwarze

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