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Göttingen Nachts Frauen in der Innenstadt überfallen
Die Region Göttingen Nachts Frauen in der Innenstadt überfallen
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00:18 02.09.2017
Quelle: dpa
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Göttingen

In der Nacht zum 24. September 2016 waren an der Theaterstraße und an der Bürgerstraße drei Frauen überfallen worden. Im ersten Fall war eine 29-jährige Frau auf dem Heimweg von einer Party angegriffen und auf den Boden gedrückt worden. Der Täter hatte im Zuge der Tat ihre Hose heruntergezogen und sich auf sie gelegt. Im Anschluss war er aus nicht bekannten Gründen plötzlich verschwunden.

Gegen 5 Uhr verfolgte ein dunkelhäutiger Mann eine 19-jährige Frau an der Bürgerstraße, hielt sie fest und drückte sie gegen einen Zaun. Sie konnte sich befreien und rettete sich in ein vorbeifahrendes Auto. 20 Minuten später folgte an gleicher Stelle der Angriff auf eine 20-Jährige, die der Täter auf das Gelände der Baptistenkirche zog, ihr den Mund zuhielt und zwischen ihre Beine fasste. Hier zeigten Anwohner Courage und vertrieben den Täter mit lauten Rufen. Alle drei Opfer zogen sich bei den Angriffen Verletzungen zu. Die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft gingen bei allen Fällen von ein und demselben Täter aus. Diese Annahme ließ sich vor Gericht nicht zweifelsfrei beweisen.

Weiterer Übergriff auf der Bürgerstraße

Im Dezember kam es zu einem weiteren Übergriff an der Bürgerstraße. Hier beließ es der Täter bei verbalen Anzüglichkeiten und einer Berührung am Arm einer 20-Jährigen. Auch diese junge Frau ging zur Polizei, half ein Phantombild anzufertigen. Vier Monate nach diesem Vorfall wurde der Angeklagte verhaftet. An einer Jacke fanden sich Spuren, die ihm mit hoher Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden konnten.

Schon zum Auftakt des Verfahrens hatte sich der Angeklagte in zwei Fällen geständig gezeigt. Zudem gab er zu Protokoll, dass er unter Alkoholeinfluss gestanden habe. Fünf Liter Bier hatte er an dem Tag konsumiert, wie seine Mitbewohner bestätigten. Das allerdings habe seine Steuerungsfähigkeit nicht maßgeblich beeinträchtigt, befand das Gericht am Mittwoch. Zum Zeitpunkt der verurteilten Taten war ein Großteil des Alkohols mit großer Wahrscheinlichkeit bereits abgebaut gewesen.

Nur in zwei Anklagepunkten geständig

Auch wenn am Ende nur zwei der vier Anklagepunkte dem 20-Jährigen zugerechnet werden konnten und er nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde, wird der junge Mann, der bereits seit April in Untersuchungshaft sitzt, eine Haftstrafe absitzen müssen.

Gegen eine Bewährung habe laut Gericht neben der Schwere der Straftaten auch eine bereits bestehende Verurteilung wegen Körperverletzung gesprochen. Zudem hat sich der junge Mann in der Untersuchungshaft in der JVA Hameln nicht übermäßig kooperativ gezeigt.

Die jungen Frauen hatten im Zeugenstand angegeben, sich seit der Nacht im September 2016 nicht mehr ganz so angstfrei in der Stadt bewegen zu können. Richter Stefan Scherrer gab dem Verurteilten daher mit auf den Weg: „Sie haben die Lebensqualität ihrer Opfer stark eingeschränkt. Alkohol kann keine Entschuldigung dafür sein, dass man nachts Frauen überfällt.“

Von Markus Scharf

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