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Göttingen Ein generationsübergreifendes Projekt: Schüler musizieren auf GDA-Bühne
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20:25 23.02.2020
Das junge Streicherensemble beginnt die 200. Soiree der Göttinger Musizierschule Musi-Kuss. Quelle: Anja Semonjek
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Göttingen

Die Musizierschule „Musi-Kuss“ hat am Sonntag das 200. Konzert im GDA-Wohnstift ausgerichtet. Somit hat ein generationsübergreifendes Projekt Jubiläum gefeiert. Junge Künstler mit Geschwistern, Freunden und Eltern treffen auf interessierte Senioren, die gerne die Klänge hören.

Streicherensembles und Soloauftritte von Pianisten und Violinisten sorgten für ein buntes Programm. Fast jeden Monat stehen die Schüler der Musizierschule auf der GDA-Bühne. „Die Konzerte sind immer auf den letzten Sonntag im Monat angesetzt“, sagte Christine Büttner, die die Schule im Jahr 1990 gründete. Im Jahr 2002 hat Büttner die Soiree zum ersten Mal organisiert.

Monatliche Konzerte

Büttner erklärt, dass die monatlichen Konzerte die Schüler fördern. Einige hätten von der Erfahrung so sehr profitiert, dass sie heute als professionelle Musiker tätig sind. „Bei einigen der Musiker, die derzeit unsere Schule besuchen, ist klar, dass sie eine künstlerische Laufbahn einschlagen werden“, sagt sie. Dass sich die monatlichen Konzerte auf die Fähigkeiten der Schüler auswirke, sei bei dem Förderprojekt „Jugend musiziert“ deutlich geworden. Daran haben 58 Schüler aus Südniedersachsen teilgenommen – und 29 von ihnen waren „Musi-Kuss“-Schüler.

Christine Büttner gründete die Göttinger Musikschule "Musi-Kuss" im Jahr 1990. Quelle: Anja Semonjek

Mehrere der Schüler würden nicht bloß ein Instrument lernen, sondern gleich zwei oder drei, so Büttner. „Wenn ein Kind sich so richtig für Musik interessiert, will es so viel wie möglich davon aufsaugen“, sagt Büttner. Dies sei auch empfehlenswert. „Falls die Kinder eine musikalische Laufbahn einschlagen wollen, ist es zu raten, mehrere Instrumente zu beherrschen.“ Im Musik-Studium müssen sie schließlich ein Haupt- und ein Harmonieinstrument spielen können.

Eine eigene Musikschule zu gründen, stand nie auf Büttners Plan. Doch so ergab es sich damals. „Ich arbeitete als Flötenlehrerin in einer Musikschule. Diese musste eines Tages schließen. Da war für mich klar: Wir müssen eine neue Schule eröffnen“, so die Gründerin. Gemeinsam mit Musikern vom „Salon-Orchester Göttinger Nostalgiker“ gründete sie das „Musi-Kuss“, das von da an stetig wuchs.

Musikunterricht vor Ort

An sechs Standorten ist die Musikschule inzwischen vertreten – im Stadtgebiet Göttingen und dem Landkreis. An der Reinhäuser Landstraße eröffnete vor 30 Jahren die erste Schule. „Zwei der Gebäude habe ich in die Deutsche Musikstiftung überführt – die am Friedländer Weg 13 und an der Hennebergstraße 13“, erklärt Büttner. Da die Gebäude nun zur Stiftung gehören, sei garantiert, dass dort die Existenz einer Musikschule für die Zukunft gesichert ist.

Joachim Friedrich ist der erste Vorsitzende des „Musi-Kuss“-Vereins und erklärt, dass in der Schule zahlreiche Instrumente gelernt werden können. „Wir bieten unter anderem Unterricht in Akkordeon, Blockflöte, Bratsche, Cello, Kontrabass an. Insgesamt kann Musik-Unterricht in 23 Instrumenten genommen werden“, sagt Friedrich. Um die 1 600 Schüler sind in der Musizierschule aktiv.

Die Schule bietet Instrumentalunterricht für Interessierte jeglichen Alters: Menschen, die ein halbes Jahr oder 99 Jahre alt sind, können dort streichen, blasen und trommeln. Außerdem hat die Schule Chorsingen für Laien und Geübte im Angebot, die Lust am gemeinsamen Singen haben. Eine Klaviertechnik nach Prof. Peter Feuchtwanger kann zudem studiert werden. Diese intendiere die Heilung physiologischer Spielstörungen und das Erlernen eines funktionell natürlichen Klavierspiels.

Von Anja Semonjek

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