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Göttingen 3,6 Hektar mehr Platz für Naherholung am Kiessee
Die Region Göttingen 3,6 Hektar mehr Platz für Naherholung am Kiessee
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19:18 09.08.2011
Von Michael Brakemeier
Bagger am Südufer: Hier sollen in den kommenden acht Wochen Aussichtshügel und Kiesseezulauf entstehen.
Bagger am Südufer: Hier sollen in den kommenden acht Wochen Aussichtshügel und Kiesseezulauf entstehen. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

„Die Vision zur Erweiterung der Naherholungsfläche am Kiessee hatte ich schon lange“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) gestern Nachmittag bei der Vorstellung der Pläne vor Ort. Bereits vor sechs Jahren, Meyer war damals noch Umweltdezernent, hatte er entsprechende Pläne vorgestellt. Einzig das Geld fehlte der stets klammen Stadt für die Umsetzung der Meyerschen Vision bisher. Jetzt habe man eine „geniale Lösung“ gefunden. So könnten die Gesamtkosten von mehr als 150 000 Euro für die Umgestaltung der ersten 3,6 Hektar bis auf einen Restbetrag von 18 000 Euro, den die Stadt zahlt, „im Rahmen von Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen abgerechnet werden“. Diese seien mit der Erweiterung der Autobahn 7 in Grone sowie den Hochwasserschutzbauten entlang der Leine nötig geworden. Meyers Fazit: „Manche Sachen dauern eben etwas länger.“

Die Stadt hofft nun, dass die neue Naherholungsfläche „hinsichtlich ihres Lebensraumangebotes und ihrer Biotopwertigkeit mehr Qualität“ gewinnt. So soll das Gelände im Süden von einem zusätzlichen Wasserlauf, der jetzt gebaut wird, gesäumt sein. Er dient als zusätzlicher Zulauf für den Kiesssee. Läuft alles nach Plan, soll sich hier ein „artenreiches Feuchtbiotop“ entwickeln. Entlang dieses Zulaufs inklusive Röhrichtufer, Kiesflächen und Weidengebüsch ist die Anpflanzung von 83 „standortgerechten“ Bäumen geplant. Der größte Teil des umgestalteten Areals soll nach den Plänen des Göttinger Planungsbüros Wette und Gödecke Rasenfläche werden. Ein Weg führt Spaziergänger über das Gelände, auch dicht an das Ufer des neuen Kiesseezulaufs. Zudem soll mit Erde, die aus den begonnen Arbeiten zum Hochwasserschutz entlang der Leine stammt, ein kleiner Hügel aufgeschüttet werden. Optimisten unter den Planern aus der städtischen Verwaltung hoffen, von dieser Anhöhe nicht nur einen guten Blick über den Kiessee zu bekommen, sondern auch auf die Gleichen und den Hohen Meißner.

Wann und wie die restlichen elf Hektar, die theoretisch für die Erweiterung der Naherholungsfläche am Kiessee zur Verfügung stehen, umgestaltet werden, steht noch nicht fest. Dies hänge auch, so erläutert Meyer, mit künftigen Bauarbeiten zusammen, für die Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen.