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Göttingen Geschlagen, gewürgt und vergewaltigt
Die Region Göttingen Geschlagen, gewürgt und vergewaltigt
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00:18 23.12.2017
ARCHIV - ILLUSTRATION Quelle: dpa
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Göttingen

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann, der derzeit in der JVA Wolfenbüttel untergebracht ist, im Juni 2017 eine Frau geschlagen, geschnitten, gewürgt und schließlich unter Androhung weiterer Verletzungen vergewaltigt haben. Die Betroffene tritt im Verfahren als Zeugin und Nebenklägerin auf.

Sie hielt sich bereits mehrere Tage vor der Tat in der Wohnung des Angeklagten auf. In besagter Nacht habe der heute 32-Jährige ihr mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen und gleichzeitig seinem Bedürfnis nach Sex vehement Ausdruck verliehen. Als sie das verweigert habe, sei die Gewalt weiter eskaliert. Der Angeklagte habe die Frau mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen und ihr gedroht, sie „aufzuschneiden“. Dieser Ankündigung sollten auch Taten folgen. Mit der Scherbe einer Bierflasche habe er seinem Opfer eine Schnittwunde am Oberarm zugefügt. Außerdem habe er sie am Hals gewürgt, weshalb sie nur noch schlecht Luft bekam, so die Staatsanwaltschaft.

Laut Anklage warf der Mann seine Besucherin schließlich auf eine am Boden liegende Matratze, hielt sie an den Armen fest und vergewaltigt sie. Die Frau habe Würgemale am Hals, die Schnittverletzung am Arm und mehrere Hämatome davongetragen, so der Vertreter der Staatsanwaltschaft bei der Verlesung der Anklage am Mittwoch.

Paragraf 177 des Strafgesetzbuches sieht für Vergewaltigung eine Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren vor. Wird das Opfer körperlich schwer misshandelt oder ein gefährliches Werkzeug verwendet, steigt das Strafmaß auf mindestens fünf Jahren.

Dagegen dürfte die zweite angeklagte Tat nur noch wenig ins Gewicht fallen. Eine Woche vor der mutmaßlichen Vergewaltigung soll der Mann im Göttinger Mediamarkt Fitnessuhren im Wert von knapp 300 Euro entwendet haben. Bei der Tat trug er ein Messer mit einer zehn Zentimeter langen Klinge in einer Tasche mit sich. Wie die Verteidigerin ankündigte, werde sich ihr Mandant zu diesem Vorwurf wohl geständig zeigen. Zum Vorwurf der Vergewaltigung hingegen will er sich am ersten Prozesstag nicht äußern.

Der Prozess wird im nächsten Jahr fortgesetzt. Der Angeklagte verbringt die Weihnachtsfeiertage in Untersuchungshaft.

Von Markus Scharf

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