Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Raub mit Geiselnahme
Die Region Göttingen Raub mit Geiselnahme
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 24.01.2018
34-Jähriger wegen Raub mit Geiselnahme vor Gericht. Quelle: dpa
Anzeige
Göttingen

Der 34-Jährige soll im Juli vergangenen Jahres in Hann. Münden erst eine Spielhalle und neun Tage später einen Lebensmittelmarkt überfallen haben. Beim zweiten Überfall kam es zu einer dramatischen Situation: Noch bevor der Angeklagte mit seiner Beute verschwinden konnte, war bereits die Polizei am Tatort eingetroffen. Daraufhin soll er kurzzeitig eine Angestellte als Geisel genommen haben, bevor er sich schließlich im Eingangsbereich des Marktes der Polizei ergab.

Unterbringung in Entziehungsanstalt

Der 34-Jährige war nach seiner Festnahme zunächst für mehrere Monate in Untersuchungshaft gekommen. Seit Anfang des Jahres ist er im Niedersächsischen Maßregelvollzugszentrum Moringen untergebracht. Das Gericht erteilte zum Prozessbeginn den rechtlichen Hinweis, dass auch eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt in Betracht kommen könnte.

Die Überfälle hatten jeweils kurz nach Geschäftsschluss stattgefunden. Bei der ersten Tat soll der Angeklagte kurz nach 5 Uhr morgens eine Mitarbeiterin einer Spielhalle abgepasst haben, als diese gerade ihre Arbeitsstelle verlassen hatte. Laut Anklage zwang er sie unter Vorhalt einer ungeladenen Schreckschusspistole dazu, die Tür wieder aufzuschließen und mit ihm in die Spielhalle zurückzugehen. Er habe ihr dabei die Pistole hinter das rechte Ohr gehalten und sie gefragt, ob er schießen solle. Der Angeklagte habe sie dann aufgefordert, die Kasse zu öffnen. Da sich darin nur Münzen befanden, sollte sie auch noch den Tresor in einem Schrank unter der Kasse öffnen. Dieser sei jedoch ausgeschaltet gewesen und habe sich daher nicht öffnen lassen. Daraufhin habe er die Spielhalle ohne Beute verlassen.

„Gib mir das Geld!“

Neun Tage später bedrohte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei Angestellte eines Lebensmittelmarktes, als diese nach Geschäftsschluss um 22 Uhr in den Feierabend gehen wollten. Er habe sie wiederum unter Vorhalt einer ungeladenen Schreckschusspistole in den Markt zurückgedrängt und „Gib mir das Geld!“ gerufen.

Eine Mitarbeiterin habe ihn dann in das Büro geführt, den Tresor geöffnet und insgesamt 4000 Euro in den von ihm mitgebrachten Stoffbeutel geworfen. Der Angeklagte habe die Mitarbeiterinnen dann aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Als er beim Verlassen des Marktes sah, dass bereits die Polizei vor Ort war, sei er zurückgegangen und habe eine Mitarbeiterin als Schutzschild benutzt. Er habe ihr den Arm um den Hals gelegt, die Pistole in den Rücken gehalten und gerufen: „Ich schieße, lass mich raus“. Nachdem er festgestellt hatte, dass sämtliche Ausgänge von der Polizei umstellt waren, habe er sich ergeben.

Von Heidi Niemann

Die mutmaßlichen Betrügereien eines 41-jährigen Autohändlers aus Adelebsen werden jetzt auch noch den Bundesgerichtshof beschäftigen.

24.01.2018
Göttingen Tagestipp für Donnerstag - Wer war Ingeborg Bachmann?

Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt und Autorin der Biographie „Wer war Ingeborg Bachmann?“ ist am Donnerstag, 25. Januar, um 20 Uhr zu Gast im Literarischen Zentrum (LZ) in Göttingen, Düstere Straße 20.

24.01.2018
Göttingen Tagestipp für Donnerstag - Susanne Vogt im Apex

Ihr neues Konzertprogramm „Meinwärts“ mit eigenen Songs, die ein Spektrum von Weltmusik über Blues bis hin zu Indie-Pop-Musik abdecken, spielt die aus Göttingen stammende Musikerin Susanne Vogt mit ihrer Band „Andere Zeiten“ am Donnerstag, 25. Januar, im Apex, Burgstraße 46, in Göttingen.

24.01.2018