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Göttingen 29-Jähriger aus Osterode wegen Totschlags vor Gericht
Die Region Göttingen 29-Jähriger aus Osterode wegen Totschlags vor Gericht
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20:58 11.12.2018
Justitia. Quelle: dpa
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GÖTTINGEN/OSTERODE

Im Prozess um einen versuchten Totschlag und andere Gewaltdelikte eines 29-jährigen Mannes aus Osterode hat sich das Landgericht Göttingen am Dienstag mit dessen Vorstrafenregister beschäftigt. Aus den Eintragungen ergibt sich, dass er über die Hälfte seines bisherigen Lebens immer wieder mit der Justiz zu tun hatte.

Mit 14 Jahren saß er das erste Mal auf der Anklagebank. Seitdem ist er durch zahlreiche weitere Straftaten wie Einbrüche, Diebstähle, Verkehrsvergehen sowie Drogen- und Gewaltdelikte aufgefallen. In dem jetzigen Verfahren wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, im Dezember 2017 die Schwester seiner Lebensgefährtin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Frau erlitt eine Stichverletzung an der Leber und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Zuvor soll der Angeklagte aus Eifersucht seine Freundin geschlagen, gewürgt, eine Treppe heruntergestoßen und mit einem Messer bedroht haben. Außerdem soll er deren Mutter attackiert haben.

Erstmals 2014 verurteilt

Der Angeklagte war kurz nach der Tat festgenommen worden. Derzeit sitzt er in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf eine vom Landgericht Oldenburg verhängte Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten ab. Seine erste Verurteilung stammt aus dem Jahr 2004. Damals verurteilte ihn das Amtsgericht Delmenhorst zu einer achtmonatigen Jugendstrafe auf Bewährung, nachdem er einer Radfahrerin die Handtasche aus ihrem Fahrradkorb entwendet hatte. Danach folgten zahlreiche weitere Straftaten, die zum großen Teil Beschaffungsdelikte waren.

Nach Angaben des psychiatrischen Sachverständigen hat der Angeklagte bereits mit 14 Jahren damit begonnen, Alkohol und Cannabis zu konsumieren, mit 17 habe er erstmals Kokain genommen. Da seine Straftaten zumeist im Zusammenhang mit seiner Betäubungsmittelabhängigkeit standen, war er auf gerichtliche Anordnung bereits einmal für mehrere Jahre in einer Entziehungsanstalt untergebracht worden. 2016 wurde diese Maßregel unter Auflagen zur Bewährung ausgesetzt.

Hang zum Drogenkonsum

Seinen Hang zum Drogenkonsum hat er allerdings offenbar ebenso wenig in den Griff bekommen wie seine aggressiven Ausbrüche. Bereits mehrere Jahre vor der Tat in Osterode war er gegenüber einer früheren Freundin mehrfach gewalttätig geworden, teilweise vor den Augen des gemeinsamen Kindes. Die damalige Lebensgefährtin hatte deshalb Zuflucht im Frauenhaus gesucht. Einmal flüchtete sie vor ihm in eine Pizzeria. Daraufhin soll der Angeklagte die Türverglasung der Gaststätte eingeschlagen und ihr damit gedroht haben, sie umzubringen.

Erheblicher Steuerungsverlust durch Alkohol

Nach Einschätzung des psychiatrischen Sachverständigen war bei dem jetzt angeklagten Vorfall in Osterode die Steuerungsfähigkeit des 29-Jährigen aufgrund seines vorherigen Alkoholkonsums erheblich vermindert. Er habe die Tat im Rausch begangen. Da die Gefahr bestehe, dass er infolge seines Hanges zum Konsum berauschender Mittel weitere erhebliche rechtswidrige Taten begehen könne, sei eine erneute Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angezeigt.

Von Heidi Niemann

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