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Göttingen 45 Jugendliche jagen „Täter“ bei fiktivem Mordfall
Die Region Göttingen 45 Jugendliche jagen „Täter“ bei fiktivem Mordfall
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19:00 23.03.2019
Jugendliche der Gruppe „Europadorf“ aus Bovenden bei ihrer Ermittlungsarbeit. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Am ersten Göttinger „Life Krimi“ haben 45 Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Göttingen teilgenommen. Bei einem „Life Krimi“ handelt es sich um ein interaktives Spiel, bei dem die Teilnehmer einen inszenierten Kriminalfall aufklären müssen. Das Spiel fand als Kooperationsveranstaltung der Kinder- und Jugendbüros und Jugendpflegen des Landkreises Göttingen statt.

Per Hansen, einer der Geschäftsführer von ‚Kunst&Co‘, wurde am 21. März in seinem Geschäft tot aufgefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus“, so lautete die Einleitung in den fiktiven Kriminalfall für die Teilnehmer. Aber wer ist der Mörder? Das sollten die Jugendlichen selbst herausfinden. Zu diesem Zweck hatten die Organisatoren acht Stationen in der Göttinger Innenstadt aufgebaut. In Gruppen von drei bis sechs Personen sollten die Heranwachsenden die Stationen ablaufen. An jeder Station wartete ein Darsteller, der einen der acht Verdächtigen spielte. Um der Lösung des inszenierten Kriminalfalls näher zu kommen, mussten die Jugendlichen mit den Verdächtigen sprechen sowie Informationen und Beweise sammeln.

Teamwork zum Überführen des „Täters“ notwendig

„Der ‚Life Krimi‘ ist ein außerschulisches Bildungsangebot“, erklärte Helga Steininger vom Fachdienst Kinder und Jugendarbeit des Landkreises Göttingen. „Die Jugendlichen sollen ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln und zusammen an Problemlösungen arbeiten. Außerdem müssen sie sich alleine durch Göttingen bewegen und Fremde ansprechen“, so Steininger weiter. Damit die Heranwachsenden wissen konnten, wer zum Spiel gehört, gab es für die Darsteller ein Codewort. „Um den Täter zu überführen, gilt es am Schluss, die ermittelten Puzzle-Teile richtig zusammen zu setzen, Motive zu erkennen, Widersprüche aufzudecken und sich im Team auf eine verdächtige Person zu einigen“, erklärten die Veranstalter das Ziel des interaktiven Spiels.

Für die meisten Jugendlichen war es der erste „Life Krimi“. Auch wenn sie aus verschiedenen Teilen des Landkreises kamen, hatten sie doch eins gemeinsam: eine Vorliebe für Kriminalgeschichten. So auch Rafael aus Bad Sachsa: „Ich lese und schaue sehr gerne Krimis“, sagte er. Deshalb sei er sehr gespannt, wie der Tag verlaufen werde und ob seine Gruppe den Fall lösen könne. Auch Maxine aus Osterode freute sich auf die Herausforderung: „Ich wollte schon immer mal Detektiv spielen.“ Und vor dem Ansprechen von Fremden habe sie keine Angst. „Wenn sich keiner aus meiner Gruppe traut, mache ich das“, sagte Maxine entschlossen.

Team aus 25 Jugendpflegern und Freiwilligen betreut Jugendliche

An dem interaktiven Spiel nahmen Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren aus verschiedenen Orten im Landkreis Göttingen teil. Um Organisation, Transport und Verpflegung kümmerten sich 16 Jugendpfleger. Zusammen mit den Darstellern bestand das Team für den „Life Krimi“ aus 25 Personen. Einige der Darsteller waren selbst Jugendpfleger, die übrigen übernahmen die Aufgabe ehrenamtlich. Start- und Zielpunkt des Spiels waren die Räumlichkeiten der katholischen Hochschulgruppe in der Kurzen Straße. Am Ende mussten sich die Gruppen gemeinsam auf einen Verdächtigen einigen, den sie für den Täter beim inszenierten Kriminalfall hielten.

„Life Krimis“ für Jugendliche werden bereits seit einigen Jahren in Kassel erfolgreich angeboten, hieß es. Neben dem Jugendbüro Göttingen zeigt sich nun auch die Jugendpflege in Osterode interessiert: „Wir entwickeln gerade unseren eigenen Krimi, für den wir ein ähnliches interaktives Spiel planen wollen, wie in Göttingen“, erklärte Bernd Blumenhardt, Sozialpädagoge aus Osterode und Mitglied des Göttinger Organisationsteams.

Von Max Brasch

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