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Göttingen 50 Millionen Euro für strukturschwaches Südniedersachsen
Die Region Göttingen 50 Millionen Euro für strukturschwaches Südniedersachsen
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21:27 19.09.2014
Von Gerald Kräft
Projektbüro im Behördenhaus: Wunderling-Weilbier, Leiterin Ulrike Witt, Staatssekretärin Honé, Regionalbeauftragte Karin Beckmann, Wickmann und der künftige Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Dort eröffnete sie das Projektbüro, das das Südniedersachsenprogramm des Landes für die Kreise Goslar, Osterode, Holzminden, Northeim und Göttingen umsetzen soll. Südniedersachsen gehöre zu den strukturschwächsten Regionen, „die Anlass zur großen Sorge bieten“, sagte Honé.

Auch die Anrainerregionen seien strukturschwach. Der Landesteil müsse bis zum Jahr 2030 einen Einwohnerschwund von 20 Prozent verkraften, bei einem Minus von nur fünf Prozent landesweit. Mit zielgerichteten Projekten solle gegengesteuert werden, sagte die Staatssekretärin. „Es geht im Grunde um Wirtschaftsförderung.“

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Es werde nicht mehr breit und flächendeckend gefördert, so Honé, es müssten gezielt Projekte herausgefiltert werden, die die Defizite nachhaltig verändern könnten.

Enge Zusammenarbeit

Das Projektbüro im Behördenhaus in der Danziger Straße soll eng mit den Landkreisen, Gemeinden und Verbänden zusammenarbeiten. Im Auge haben Landräte und Planer insbesondere Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum, Gesundheitsversorgung und Breitbandausbau.

Northeims Landrat Michael Wickmann (SPD) setzt unter anderem auf eine Reaktivierung der Bahnstrecke nach Einbeck – „S-Bahn-Feeling durch einen Metronom-Zug im Stundentakt nach Göttingen“. Beim Wissenstransfer aus der Forschung in die Wirtschaft sieht der Braunschweiger Regionalbeauftragte Matthias Wunderling-Weilbier noch Luft nach oben.  „Nur mit frischer Luft kann man nicht punkten.“

südniedersachsenplan

Projekte mit „Strahlkraft“ gesucht

Das Wahlkampfversprechen Südniedersachsenplan von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) soll jetzt in Zusammenarbeit mit der „kommunalen Familie“ im Göttinger Projektbüro konkret werden.

Die Landesregierung versichert, alle Ministerien hätten die Region „im Fokus“. Ein Steuerungsausschuss mit gleich zwei Regionalbeauftragte aus Braunschweig und Hildesheim soll förderfähige Projekte „identifizieren“. CDU und FDP kritisieren das Vorhaben als „Luftschloss“ und sehen neue teure „Doppelstrukturen“ am Werk.