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Göttingen 50 Prozent mehr Einsätze gefahren
Die Region Göttingen 50 Prozent mehr Einsätze gefahren
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18:24 12.01.2011
Von Andreas Fuhrmann
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Die Autobahn 7 bleibt dabei einer der Einsatzschwerpunkte. Container-Brände, technische Hilfeleistungen wie das Beseitigen von Sturmschäden und Türöffnungen nahmen stark zu. Drei Leichen mussten geborgen werden. Das erklärte Gemeindebrandmeister Martin Willing.

Die Statistik ist eindeutig: Musste die Gemeindefeuerwehr in den Jahren 2008 und 2009 noch zu 118 beziehungsweise 106 Einsätzen ausrücken, legten die Einsätze im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent auf 165 zu. Die Zahl der Brandeinsätze verdreifachte sich gar auf 81. Besonders Autos und Müllcontainer mussten überdurchschnittlich oft gelöscht werden. Eine eindeutige Erklärung dafür habe er aber nicht, sagte Willing.

Die Zahl der Hilfeleistungen blieb mit 84 in etwa konstant. Unter Hilfeleistungen fallen alle Einsätze, die nichts mit der Bekämpfung eines Feuers zu tun haben. In dieser Rubrik nahmen besonders die technischen Hilfeleistungen, also zum Beispiel das Wegräumen umgefallener Bäume nach Stürmen, zu. Tierrettungen wie die Bergung eines im Eis eingebrochenen Hundes und Türöffnungen verdoppelten sich. Unter Türöffnungen fielen nicht etwa Situationen, in denen sich Menschen aus ihrer Wohnung ausgeschlossen haben, betonte Willing – dafür gebe es Schlüsseldienste. Vielmehr handele es sich hierbei um Einsätze mit Gefahr in Verzug, also beispielsweise um angekündigte Suizide oder um vermeintliche Notsituationen – meist angezeigt von besorgten Menschen, die sich Sorgen um Angehörige oder Nachbarn machen, weil sich diese länger nicht gemeldet haben.

Viel Arbeit bereitet den Rosdorfer Feuerwehren weiterhin die Autobahn 7. 22 Einsätze wurden hier im vergangenen Jahr verzeichnet – eine konstant hohe Zahl. Unter anderem mussten schwer verletzte Personen aus ihren Autos befreit und Ölspuren nach Unfällen beseitigt werden.

In Erinnerung geblieben ist Willing vor allem ein Unfall auf der A 7, in den auch mehrere Motorradfahrer verwickelt waren und zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden. Der Wohnhausbrand in Mariengarten am Jahresende sei ferner eines der größten Feuer des Jahres gewesen in der Gemeinde Rosdorf.

Trotz der gestiegenen Einsatzzahlen sieht Willing die Feuerwehren der Gemeinde für die Zukunft gut gerüstet. Zwar sinke die Mitgliederzahl in den zehn Ortsfeuerwehren weiter, dies aber nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. So seien derzeit 347 aktive Kameraden an Bord, drei weniger als im Jahr 2009. Hoffnung mache ihm zudem, so Willing, dass neben der Kinderfeuerwehr Mengershausen in Rosdorf und Settmarshausen zwei weitere Kinderfeuerwehren gegründet wurden.