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Göttingen Fotos gegen das Vergessen: 50 Bilder aus 50 Städten in Göttingen
Die Region Göttingen Fotos gegen das Vergessen: 50 Bilder aus 50 Städten in Göttingen
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00:20 15.05.2019
Künstlerin Klaudia Dietewich (2.v.r.) mit Gästen vor dem Bild aus Göttingen. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

50 Fotos aus 50 Städten sind ab sofort im Alten Rathaus zu sehen. Am Sonntag ist dort die Ausstellung „50 Städte –50 Spuren - eine Welt ohne Atomwaffen“ eröffnet worden.

Bilder von der Ausstellungseröffnung:

50 Städte – 50 Spuren

Mal sind es kleine Löcher, mal gelbe Folien, mal ein rotes Kreuz: Dass das, was auf den quadratischen Bildern zu sehen ist, immer ein Stück Weg oder Straße in einer Stadt ist, erschließt sich nicht auf den ersten Blick. „Das will ich auch gar nicht”, erklärt Künstlerin Klaudia Dietewich. Sie möchte zum Nachdenken anregen, die Neugier der Betrachter wecken. In Göttingen beispielsweise hat sie ein Stück abgelöstes gelbes Klebeband auf der Kreuzung am Groner Tor fotografiert. „Mein Mann muss dann immer aufpassen, dass ich nicht überfahren werde”, sagt sie. Ihre Fotomotive werden dann mit einem speziellen Verfahren auf gebürstete, in der Regel quadratische Aluminiumplatten gedruckt. Das Ergebnis ist, dass die Bilder wirken, als hätten sie eine Oberflächenstruktur.

Göttingens Bürgermeister für den Frieden

Zur Eröffnung sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) am Sonntagvormittag, dass weit mehr als 2000 Städte dem Bündnis „Mayors for peace” angehören, also dem Bündnis der Bürgermeister für den Frieden. Das Bündnis will mit der Ausstellung in den Mayors for Peace Städten auf seine Ziele aufmerksam machen. Auch Göttingen ist Mitglied im Friedens-Bündnis.

Ausstellung „50 Städte - 50 Spuren - Eine Welt ohne Atomwaffen: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler spricht zur Eröffnung. Quelle: Peter Heller

Göttingen sei, so Köhler, im Zweiten Weltkrieg zwar weitgehend verschont geblieben. „Aber wir haben aus der Geschichte gelernt”, sagte er. Die Ausstellung diene dazu, gegen das Vergessen zu protestieren. „Es ist ein Kunst- und Friedensprojekt.” Kunst könne Brücken bauen und Verbindungen schaffen, auch über Grenzen hinweg. Und: „Ich freue mich, dass wir die Ausstellung hier zeigen dürfen”, so der Oberbürgermeister.

Raimund Menges vom “50-50” Projektbüro in Stuttgart sagte, dass die Ausstellung erstmals im vergangenen Jahr gezeigt wurde. Sie sei auf einem „Staffellauf durch die Welt”. Derzeit verhandele man über den Abschluss. „Wir hoffen, dass das Finale im Mai 2020 im Haus der Vereinten Nationen in New York stattfinden kann, daran arbeiten wir”, so Menges. Über die Möglichkeit, in den „wunderschönen Ausstellungsräumen“ im Alten Rathaus ausstellen zu können, freute auch er sich.

In den Bildern, so Menges weiter, verzichte man ganz gezielt auf die direkte Darstellung von Krieg, Leid und Zerstörung. „Unsere Botschaft ist nicht so direkt”, sagte er. Die Ausstellung solle dazu anregen, den Blick auf die Vielfalt und Individualität der Städte zu werfen. „Die Arbeiten sind nicht manipuliert, die Spuren wurden so gefunden”, sagte er. Die Straßen und Wege einer Stadt seien die Lebensadern, sie nutzen sich ab. Darin sehe er Parallelen zum Leben. Mit ihren Bildern von Spuren des alltäglichen Lebens auf Straßen, Plätzen und Wänden wolle Dietewich Erinnerungen wachrufen und Assoziationen wecken.

Ausstellung läuft bis 21. Juni

Anlass für die Ausstellung ist der 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages 1968 durch die UdSSR und Großbritannien, im Jahr 1970 wurde er gültig. Die Ausstellung „50 Städte-50 Spuren - eine Welt ohne Atomwaffen“ ist bis Freitag, 21. Juni, dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr im Alten Rathaus Göttingen, Markt 9, zu sehen.

Von Britta Bielefeld

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