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Göttingen 59-Jähriger Nörtener soll junge Ehefrau verprügelt haben
Die Region Göttingen 59-Jähriger Nörtener soll junge Ehefrau verprügelt haben
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11:39 31.07.2013
Von Jürgen Gückel
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Nörten Hardenberg / Göttingen

Weil dort der Verdacht aufkam, der Angeklagte könnte psychisch krank sein und in eine psychiatrische Anstalt gehören, verhandelt nun das Landgericht gegen ihn wegen Körperverletzung und Nachstellung.

Vorgeworfen wird dem Hartz-IV-Empfänger, im März 2011 seine Frau mit Fäusten in den Rücken und speziell gegen die Nieren geschlagen zu haben.

Als sie sich wegen der fortwährenden Misshandlungen scheiden lassen wollte und für sich und ihre Kinder eine Gewaltschutzanordnung bei Gericht erwirkte, soll der 59-Jährige in sechs Fällen dagegen verstoßen haben.

Überdies ist er angeklagt, eine Scheibe zerschlagen zu haben, als er seiner Frau nachgestellte. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.

Seine 24 Jahre jüngere Exfrau hingegen schilderte als Zeugin wortreich und von der deutschen immer wieder in ihre polnische Muttersprache wechselnd, das Martyrium einer 14-jährigen, von Eifersucht geprägten Ehe.

Ganz jung habe sie geheiratet. Schon früh habe ihr oft betrunkener Mann sie unter Druck gesetzt, geschlagen, beleidigt, ihr gedroht, sie nach Polen zurückzuschicken und die beiden Kinder zu behalten. Aus Angst um die Kinder sei sie trotz all der Schläge nie zur Polizei gegangen.

Erst am Tattat, als sie erneut geschlagen worden sei, habe die Therapeutin eines ihrer Kinder sie ausgefragt, sie zur Anzeige überredet und sei mit ihr zur Polizei gegangen. Seitdem läuft das Verfahren.