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Göttingen 60 Minderjährige Flüchtlinge nach Münden
Die Region Göttingen 60 Minderjährige Flüchtlinge nach Münden
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21:44 25.06.2015
Von Britta Eichner-Ramm
Holger Melchert von der Jugendhilfe Südniedersachsen.
Holger Melchert von der Jugendhilfe Südniedersachsen. Quelle: Eichner-Ramm
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Hann. Münden

Immer mehr Flüchtlinge, darunter auch immer mehr junge Menschen, kommen in den Landkreis, sagte Marcel Riethig, Sozialdezernent beim Kreis, am Donnerstagabend. Das bereits vom Landkreis in Göttingen praktizierte „Erfolgsmodell“ der dezentralen Unterbringung und Betreuung soll nun nach Hann. Münden gebracht werden. Hier böten sich aufgrund der guten Versorgungsstrukturen sowie der sozialen und karitativen Netzwerke beste Voraussetzungen.

Zurzeit leben 144 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Kreis, die meisten im Stadtgebiet Göttingen. Nahezu alle würden vom JSN betreut, erläutert Riethig. Um die Situation in Göttingen zu entlasten, sollen in Münden nach und nach bis zu 60 Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 18 Jahren entweder in Gastfamilien oder in angemieteten Wohnungen untergebracht werden. Beim gemeinnützigen Bauverein würden 21 Wohnungen für 36 Flüchtlinge angemietet. Außerdem suche die JSN zurzeit Gastfamilien, die einen Jugendlichen aus Eritrea, Afghanistan oder Syrien aufnehmen.

Um die intensive sozialpädagogische Betreuung kümmert sich die JSN. Unter anderem, so erklärt der JSN-Vorsitzende Holger Melchert, komme den aktuell 20 Kulturdolmetschern dabei eine wesentliche Rolle zu, denn die Jugendlichen sprächen bei ihrer Ankunft üblicherweise kein Wort Deutsch. Sie erhoelten Sprachkurse ebenso wie Freizeitangebote. Nach etwa einem Jahr könnten die meisten dann auf eine Regelschule gehen.