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Göttingen Neues Wohngebiet am Holtenser Berg
Die Region Göttingen Neues Wohngebiet am Holtenser Berg
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19:27 28.01.2019
Nördlich des Wohngebiets Holtenser Berg sollen bis zu 600 neue Wohneinheiten entstehen Quelle: meder
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Göttingen

Die Klosterkammer Hannover und die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) wollen dort einer elf Hektar großen Fläche in Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen Wohnraum schaffen. Laut Bebauungsplan vorgesehen ist Geschosswohnungsbau mit einem Anteil an sozialen Wohnungsbau und Einfamilienhäusern.

Die heute vorhandene Bebauung nördlich der Den-Haag-Straße bildet den Südrand, der Waldstreifen an der Leine den Ostrand des neuen Baugebiets. Die Eigentümer der Fläche sind der Allgemeine Hannoversche Klosterfonds (AHK), verwaltet von der Klosterkammer Hannover, und die NLG.

30 Prozent soziales Wohnen

Geplant sind dort Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau, als Reihen- und als Einfamilienhäuser. Gemäß den Vorgaben der Stadt Göttingen sollen 30 Prozent der Wohneinheiten als geförderter oder als Wohnraum für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen entstehen.

Varianten des städtebaulichen Entwurfs für das „Europaquartier“ werden voraussichtlich im Sommer dieses Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt. Die endgültige Version wird die Grundlage für den Bebauungsplan bilden, der im kommenden Jahr vorliegen soll.

Klosterkammer baut

Eigentümer der Fläche sind der Allgemeine Hannoversche Klosterfonds (AHK) und die NLG. Die Klosterkammer beabsichtigt, sich an der Bebauung direkt zu beteiligen. Das Grundstück stelle man gerne zur Verfügung, erklärte Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer: „Der Faktor Grund und Boden ist entscheidend dafür, sozial bauen zu können.“

Die anfängliche Beteiligung der Klosterkammer sei ausgesprochen wichtig, um weitere Investoren für das neue Wohngebiet zu gewinnen, betonte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD): „Wir brauchen einen Eisbrecher.“ Das neue Viertel werde sich harmonisch in den Holtenser Berg einfügen, dessen Lebensqualität mit seinem Nebeneinander von Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäusern in der Öffentlichkeit öfters unterschätzt werde: „Diese Mischung ist erfolgreich.“

„Eigene Identität“

Das bereits vorhandene Wohnviertel solle durch das Neubauprojekt gestärkt werden, erklärte der für den städtebaulichen Entwurf zuständige Architekt Michael Linker. Das neue Viertel werde im Vergleich zu den vor drei Jahrzehnten errichteten Wohngebäuden „eine eigene Identität“ erhalten. Die Verkehrsanbindung solle so gestaltet werden, dass die Bewohner des Holtenser Berges die Erweiterung nicht als Belastung, sonder als Bereicherung empfänden.

Stadtbaurat Thomas Dienberg versicherte, es werde im Planungsverfahren genau darauf geachtet werden, dass das Neubaugebiet nicht die Hochwasserbelastung der alten Ortschaft Holtensen verschärfe: „Es darf kein zusätzliches Wasser geben. Die notwendigen technischen Möglichkeiten werden genutzt werden.“

2021 Baubeginn

Baubeginn soll bereits 2021 sein. Die Fläche direkt nördlich des Wohnviertels Holtenser Berg ist 11,5 Hektar groß und wird derzeit als Ackerland genutzt und hat laut Bebauungsplan „im Vergleich zu naturbelassenen Flächen eine weniger hohe ökologische Bedeutung“. Sechs Hektar sollen bebaut werden, die restlichen Flächen sind für Straßen und für Grünflächen vorgesehen. Das neue Wohngebiet solle sich zudem „möglichst gut in die Landschaft einfügen“, erklärte Architekt Linker.

Das „Europaquartier“ mit seinen bis zu 600 Wohneinheiten sei ein großer Schritt nach vorn, sagte Oberbürgermeister Köhler. Laut Gutachten benötige Göttingen bis 5- bis 6000 Wohnungen bis zum Jahr 2031.

Von Matthias Heinzel

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