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Göttingen 600 000 Euro für Toiletten in der Stadt
Die Region Göttingen 600 000 Euro für Toiletten in der Stadt
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13:51 22.08.2018
Wohin, wenn man mal muss? Bauausschuss diskutiert über öffentliche Toiletten. Quelle: Pförtner
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Göttingen

 Derzeit betreibt die Wall AG fünf öffentliche, automatische und behindertengerechte Toilettenhäuschen in Göttingen – eine am Busbahnhof, vier in der innerhalb des Walls (Groner-Tor-Straße, Kurze Straße, Friedrichstraße und Weender Straße). Für alle fünf enden im Frühjahr 2019 die Mietverträge. Dann soll die Anlage am Busbahnhof in das Eigentum der Stadt gehen und erhalten bleiben. Die anderen Anlagen will die Betreiberfirma abbauen. Abkaufen kann die Stadt die Anlagen nicht, wie die Verwaltung in einer Unterlage zur nächsten Sitzung des Bauausschusses darlegt.

120000 Euro pro Toilettenhäuschen

Deshalb muss Ersatz her. Und der geht ins Geld. Mit rund 120 000 Euro einmaligen Anschaffungskosten rechnet die Verwaltung pro Anlage. Die jährlichen Wartungskosten pro Toilettenhäuschen beziffert sie mit rund 8300 Euro. 2014 hatte der Verwaltungsausschuss deutlich gemacht, dass „der Erhalt oder Ersatz der öffentlichen, behindertengerechten Toiletten in der Innenstadt auch nach 2018 sichergestellt“ sein müsse.

Die Verwaltung schlägt nun vor, die vier öffentlichen Anlagen innerhalb des Walls „perspektivisch“ zu erhalten, gegebenenfalls könne aber auch auf einzelne Standorte verzichtet werden. Würden doch etwa die Anlagen am Groner Tor und in der Friedrichstraße mit sieben Nutzern pro Tag nur „unterdurchschnittlich frequentiert“?

Neue Anlage für den Kiessee

Zusätzlich hält es die Verwaltung wegen der „ungebrochenen Attraktivität des Kiessee-Umfeldes“ für „sinnvoll und geboten“, hier eine zusätzliche öffentliche Toilettenanlage zu installieren. Gleiches gelte wegen der „touristischen Bedeutung“ für den Johanniskirchhof, wo eine weitere Toilette aufgestellt werden könnte. Zusätzlichen Bedarf hat die Verwaltung zudem im Bereich Albaniplatz und Cheltenhampark ausgemacht. Konkret sollen die Pläne aber erst werden, wenn die Umgestaltung des Stadthallenumfeldes feststeht.

Die Verwaltung schlägt der Politik vor, die Toilettenanlagen extern von den Lieferanten der Häuschen warten zu lassen. Kontrolle, Reinigung und Bestückung mit Verbrauchsmaterial soll die Stadt übernehmen.

Maximal knapp 13 000 Euro Einnahmen

Die Einnahmen aus den Toilettenbenutzungen, so die Berechnungen der Verwaltung, liegen zwischen 6300 und 12 600 Euro pro Jahr, je nachdem, ob die Stadt fünf oder sechs Anlagen betreibt und ob die das Nutzungsentgelt wie jetzt weiter bei 30 Cent liegt oder auf 50 Cent angehoben wird.

Derzeit nutzen im Schnitt 65 Personen, davon acht mit Behinderungen, die öffentlichen Anlagen der Firma Wall. Die Nutzerzahlen schwanken zwischen durchschnittlich 23 am Busbahnhof und 7 in der Groner-Tor-Straße. Die Nutzerzahlen, so die Bilanz der Stadtverwaltung, seien gegenüber dem vormaligen Erhebungszeitraum von 1999 bis 2013 „deutlich gesunken“.

Thema im Bauausschuss

Das Thema öffentliche Toiletten ist Thema der Bauausschusssitzung am Donnerstag, 23. August. Ab 16.30 Uhr sind unter anderem auch der Verkauf der Stockleffmühle und der geplante Baumarkt in Grone weitere Themen in Raum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.

Von Michael Brakemeier

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