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Göttingen Zehn Ehemalige treffen sich 65 Jahre nach dem Abitur
Die Region Göttingen Zehn Ehemalige treffen sich 65 Jahre nach dem Abitur
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16:09 28.05.2019
Die Abiturienten des Jahrgangs 1954 am Max-Planck-Gymnasiums treffen sich zur Schulbesichtigung. Quelle: Foto: Hinzmann
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Göttingen

Neun Schüler und eine Schülerin, die 1954 das Abitur am Max-Planck-Gymnasium (MPG) abgelegt haben, haben am Dienstag ihre ehemalige Schule besucht. Johann Hasselgruber, vom Schulleitungsteam führte die Besucher durchs Haus, und berichtete ihnen auch vom aktuellen Schulalltag am MPG.

Thema dabei war unter anderem, dass das MPG mittlerweile nicht nur an einem, sondern an zwei Standorten ist, und dass es während der vergangenen Renovierungsarbeiten eine Uhr, an die sich ein Schüler noch erinnern konnte, aus dem ersten Obergeschoss ins Erdgeschoss gebracht wurde. „Bei unserem Jahrgang handelt es sich um den letzten, der noch während des Zweiten Weltkriegs eingeschult wurde“, berichtete Friedrich Smend, der das diesjährige Treffen, 65 Jahre nach dem Abitur, organisiert hatte. Smend ist einer von zwei Mitschülern, die noch immer in Göttingen wohnen.

Schule als Lazarett

Doch habe die Klasse, die zu Beginn aus etwa 30 Schülern bestand, von denen später 24 das Abitur machten, zunächst Unterricht im heutigen Felix-Klein-Gymnasium gehabt. „Das MPG hat damals als Lazarett gedient“, erklärte Smend. Erst 1951, sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei der Umzug ins MPG erfolgt.

Unterricht ohne Bücher

In den ersten Schuljahren mussten die Schüler zudem ohne Schulbücher auskommen, und hatten zudem nur Unterricht in einzelnen Fächern, wie beispielsweise Religion und Turnen. „Im Geschichtsunterricht, schrieb der Lehrer die notwendigen Daten etwa 15 Minuten lang und die Tafel, und wir notierten sie uns“, erinnert sich ein Schüler. Erst danach habe der eigentliche Unterricht begonnen. Dass in der Klasse zum damaligen Zeitpunkt ein Mädchen mit dabei war, lag daran, dass die Schülerin unbedingt Griechisch lernen wollte, was nur am MPG möglich gewesen sei. In Erinnerung geblieben sind den Ehemaligen, von denen etliche promoviert haben, außer dem Unterricht auch die Wandertage und Ausflüge.

Aufenthalt selbst finanziert

Beim Rückblick auf die Ausfahrten wird aber auch deutlich, dass die Situation der ehemaligen Schüler nicht mit der von heutigen Schülern vergleichbar ist. So mussten sie beispielsweise um einen Aufenthalt in Zorge finanzieren zu können, Bäume zum Schutz vor Wildbiss, einzäunen. Zudem hätte Kleidung einen anderen Stellenwert gehabt. „Meine Mutter hat mir aus einem Kartoffelsack einen Rollkragenpullover gemacht, damit ich im Winter etwas Warmen zum Anziehen hatte“, erzählte einer der Ehemaligen. Für den Sportunterricht habe er zudem keine Schuhe gehabt, sodass er ihn im Sommer barfuß absolviert habe.

Die Ehemaligen, die ihr diesjähriges Treffen mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen ließen, treffen sich nach eigenen Angaben regelmäßig. „Dadurch, dass wir schon früh unsere Frauen mit in die Treffen einbezogen haben, sind enge Freundschaften entstanden“, berichtete Smend. Die ehemaligen Mitschüler haben sich unter anderem auch schon in Berlin, Leipzig und Stuttgart getroffen. Doch die Zusammenkünfte in Göttingen seien immer etwas besonders, da sie für die meisten mit einer Rückkehr in die alte Heimat verbunden seien.

Von Vera Wölk

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