Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen 80 Urnenfächer in alter Friedhofskapelle
Die Region Göttingen 80 Urnenfächer in alter Friedhofskapelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 16.07.2009
Ortstermin: Bäcker (r.) zeigt Ortsrats- und Kirchenvorstandsvertretern die Urnenfächer.
Ortstermin: Bäcker (r.) zeigt Ortsrats- und Kirchenvorstandsvertretern die Urnenfächer. Quelle: SPF
Anzeige

Aus dem Jahr 1860 stammt die ursprünglich als Familiengrabstätte errichtete kleine Kapelle auf dem Friedhof in Harste. Es sei der Wunsch des Ortsrates gewesen, das Bauwerk zu erhalten, berichtete Heidrun Bäcker (SPD), Bürgermeisterin des Fleckens Bovenden, während der Präsentation der Urnenwände. Mit der Umsetzung des Projektes erfüllte die Verwaltung diesen Wunsch und erzielte einen nützlichen Nebeneffekt: Sie reagierte auf den seit Jahren anhaltenden Trend zur Urnenbeisetzung.

Vorab war das Interesse für den Erwerb einer Urnengrabstätte abgefragt worden. Als sich abzeichnete, dass viele Harster das Angebot verbindlich annehmen wollten, leitete der Gemeinderat die Planung ein. Entstanden sind in sieben Monaten – drei davon die Winterpause – 80 Urnenfächer für je zwei Behältnisse. Zugleich wurden das Kapellendach erneuert, Fundamente hergestellt, die Wände verputzt und ein Fenster vergrößert und erneuert.

Rund 59000 Euro investierte der Flecken in die Kapellensanierung samt Urnenwänden. 34 Fächer sind laut Verwaltung bereits vergeben, zum Preis von 800 Euro auf einen Zeitraum von 20 Jahren. Nach Hochrechnung der Harster Sterbefälle sei damit zu rechnen, dass die Anlage rund 20 Jahre lang den Urnen-Grabstättenbedarf decke. Antragformulare liegen derzeit in der Kapelle aus. Mit der Lösung für Friedhof und Kapelle sind sowohl der Kirchvorstand als auch der Ortsrat zufrieden. Allerdings, so Ortsbürgermeister Hans Schäfer (FWG), sei wichtig, dass auch in der Zukunft der den Harstern während der Befragung mitgeteilte Preis eingehalten werde.

kk