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Göttingen 8000 Gäste: Nikolaus-Party in der Göttinger Universität
Die Region Göttingen 8000 Gäste: Nikolaus-Party in der Göttinger Universität
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18:29 08.12.2013
Aufwärmprogramm mit Nikolausi im Hörsaal 010: Gleich wird der Film „Die Feuerzangenbowle“ gezeigt. Quelle: Heller
Göttingen

Es ist so wie jedes Jahr: Eine große Menschenmenge bevölkert das ZHG. Vor allem Studenten, aber auch Uni-Angestellte, Ehemalige, sonstige Gäste. Viele tragen leuchtende Schneemänner auf dem Kopf. Es wird gefeiert, getanzt, getrunken. In sechs Hörsälen läuft in zeitlichen Abständen der Heinz-Rühmann-Film „Die Feuerzangenbowle“. Auf der riesigen Bühne spielt die „Blues ’n’ Boogie Küche“ Blues, Jazz und Rock ’n’ Roll.

Eine Neuerung gibt es: Ein Ensemble des Deutschen Theaters führt die „Feuerzangenbowle“ auf. Die Zuschauer werden in die Handlung des Vierpersonenstücks mit einbezogen. „Einfach super“, jubelt BWL-Student Alex (22), der nach eigener Einschätzung sonst „kein Theatergänger, sondern Fußballfan und Kulturbanause“ ist.

Um 22.45 Uhr hört die „Blues´n´Boogie Küche“ auf zu rocken. Das Publikum dreht sich einfach um 180 Grad und wendet sich der Bühne auf der anderen Seite zu, auf der das Göttinger Symphonie Orchester die Ouvertüre von „Carmen“ erklingen lässt. Einige der schwarzbefrackten Musiker tragen Leuchtschneemänner, Dirigent Christoph-Mathias Mueller ist ganz in seinem Element.

8000 Gäste feiern Party beim Nikolausfest in der Göttinger Universität. ©Heller

Nachdem er und sein Orchester mit frenetischem Beifall verabschiedet werden, zeigt er sich begeistert: „Die Reaktion auf unseren Auftritt beweist mal wieder, wie viel Groove die klassische Musik hat. Und dass die Melodien auch denjenigen bekannt sind, die mit Klassik eigentlich wenig am Hut haben.“

Um 23 Uhr werden die Schlangen am Eingang sowie den Garderoben immer länger. Das Publikum wird jetzt ein anderes: jünger, zum Teil weniger akademisch.

„Ich bin 22 und kann mit der Feuerzangenbowle nichts mehr anfangen“, begründet Chemiestudent Bastian Blume sein spätes Kommen, während Nadine Schulte (20, angehende Kauffrau für Bürokommunikation) unter dem Jubel ihrer drei Freundinnen ankündigt, „geil Party“ machen zu wollen. Die gibt es dann auch – die Disco geht bis in den frühen Morgen.

Von Hauke Rudolph

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