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Göttingen Schockanrufe: 87-jährige Göttingerin um mehrere Tausend Euro betrogen
Die Region Göttingen

87-jährige Göttingerin fällt auf Schockanruf herein und wird um mehrere Tausend Euro betrogen

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15:28 28.04.2021
Viele ältere Menschen fallen immer wieder auf den sogenannten Enkeltrick herein.
Viele ältere Menschen fallen immer wieder auf den sogenannten Enkeltrick herein. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Göttingen

Dreiste Betrüger treiben in Stadt und Landkreis Göttingen derzeit wieder ihr Unwesen. Am Dienstagnachmittag wurde nach Polizeiangaben eine 87-jährige Frau aus Göttingen, die einen Schockanruf erhielt, um mehrere Tausend Euro betrogen.

Neben Schockanrufen gibt es auch ähnlich gelagerte Betrugsversuche: Diese reichen von falschen Polizisten, vermeintlichen Mitarbeitern von Microsoft bis hin zum sogenannten Enkeltrick.

Da davon auszugehen sei, dass die Anrufserie auch in den kommenden Tagen fortgesetzt wird, bittet die Polizei um erhöhte Wachsamkeit und hat dazu Tipps erarbeitet:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden.
  • Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
  • Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen.
  • Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen.
  • Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

Von Vicki Schwarze