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Göttingen 900 Krankenhausmitarbeiter demonstrieren in Göttingen
Die Region Göttingen 900 Krankenhausmitarbeiter demonstrieren in Göttingen
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20:36 24.06.2015
Kundgebung vor dem Uniklinikum: Jede Zahl auf den Schildern steht für eine Stelle, die es in deutschen Krankenhäusern zu wenig gibt.
Kundgebung vor dem Uniklinikum: Jede Zahl auf den Schildern steht für eine Stelle, die es in deutschen Krankenhäusern zu wenig gibt. Quelle: Heller
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Göttingen

„Der Gesetzgeber darf die Gefährdung für Patienten und Personal nicht länger ignorieren. Wir brauchen endlich ein Gesetz mit einer verbindlichen Personalvorgabe und entsprechender Finanzierung, um eine gute Versorgung der Patienten dauerhaft zu sichern“, sagte Verdi-Fachsekretär Patrick von Brandt.

Unter dem Motto „162 000 für 162 000 – Mehr von uns ist besser für alle!“ soll mit der Kundgebung auf die schlechte Personalsituation in deutschen Krankenhäusern aufmerksam gemacht werden. Nach Verdi-Angaben fehlen in Deutschland 162000 Beschäftigte in Kliniken, darunter 70 000 Stellen in der Pflege. Allein in Niedersachsen fehlten etwa 14 000 Stellen. Daher haben bundesweit Krankenhausbeschäftigte 162 000 Schilder hochgehalten, die dem Personalbedarf der Kliniken aller Krankenhäuser entsprechen.

Krankenschwester Christiane Schulz forderte vor dem Universitätsklinikum mehr Mittel für zusätzliche Stellen – nicht nur in der Pflege. „Die Mitarbeiter wollen ihre Arbeit gut machen. Darum geht’s“, so Verdi-Mitglied Schulz.

Das Asklepios-Fachklinikum am Rosdorfer Weg hat sich nicht an der Aktion beteiligt, was vom Verdi-Bezirk Südost-Niedersachsen im Vorfeld kritisiert wurde. Ferner seien Mitarbeiter von der Geschäftsführung aufgefordert worden, nur außerhalb ihrer Arbeitszeit, etwa in der Pause, an der Kundgebung teilzunehmen.

Auf Tageblatt-Anfrage begründete Asklepios-Konzernsprecher Mathias Eberenz die Entscheidung der Göttinger Geschäftsführung mit dem Umstand, dass eine Kundgebung vor einer psychiatrischen Fachklinik für die Patienten problematisch sein könnte. Die Forderungen von Verdi könne der Asklepios-Konzern aber nachvollziehen.

Von Jonas Rohde