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Göttingen Ausbau: A7 wird im Bereich Echte, Seesen, Northeim gesperrt
Die Region Göttingen Ausbau: A7 wird im Bereich Echte, Seesen, Northeim gesperrt
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00:24 11.02.2019
Anfang kommender Woche wird ein größerer Abschnitt der Autobahn in Richtung Hannover wegen Brückenbauarbeiten gesperrt.
Anfang kommender Woche wird ein größerer Abschnitt der Autobahn in Richtung Hannover wegen Brückenbauarbeiten gesperrt. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Echte/Seesen

Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der A 7 sei die Sperrung der Richtungsfahrbahn Hannover zwischen den Anschlussstellen Echte und Seesen erforderlich, erklärt Steffen Schütz, Pressesprecher des Autobahnbetreibers Via Niedersachsen. Die Sperrung gilt ab Montag, 11. Februar, 20 Uhr, bis Dienstag, 12. Februar, 6 Uhr und von Dienstag, 12. Februar, 20 Uhr bis Mittwoch, 13. Februar, 6 Uhr. Die Park- und WC-Anlage Schwalenberg werde am Montag und Dienstag bereits ab 13 Uhr gesperrt.

Während der Sperrung werde der Verkehr an der Anschlussstelle Echte abgeleitet und über die beschilderte Umleitungsstrecke U15a über Bad Gandersheim und Seboldshausen zur Anschlussstelle Seesen geführt. Via Niedersachsen bittet Autofahrer ausdrücklich, der beschilderten Umleitung zu folgen und nicht etwa anderslautenden Anweisungen von Navigationssystemen.

Anlass für die Sperrungen ist der Ausbau eines Traggerüstes für ein neues Bauwerk. Die Sperrungen könnten „15 bis 30 Minuten vor oder nach den angegebenen Zeiten beginnen beziehungsweise enden“, erklärt Schütz weiter

“4+0-Verkehr“

Um die Autobahn während des laufenden Verkehrs modernisieren und ausbauen zu können, sei die Einrichtung eines „4+0-Verkehrs“ erforderlich, erklärt Schütz – heißt: Der gesamte Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen über eine Richtungsfahrbahn geführt, während auf der gegenüberliegenden Fahrbahn gebaut wird.

Bis Ende des Jahres 2021 werden 29,2 Kilometer, der insgesamt 60 Kilometer langen Projektstrecke, unter laufendem Betrieb ausgebaut und modernisiert. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Mitte Februar 2017 der neu gegründeten Projektgesellschaft Via Niedersachsen den Zuschlag erteilt. Nach damaligen Angaben beläuft sich das Gesamtvolumen des Projektes, das auf 30 Jahre angelegt ist, auf etwa eine Milliarde Euro. Es ist seit 2008 das zweite niedersächsische Infrastrukturprojekt, das in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt wird.

Brücken für Wildkatzen

Für den A7-Ausbau müssen 700 000 Quadratmeter Verkehrsfläche zurückgebaut, 1,3 Millionen Kubikmeter Erde bewegt und 18 Regenrückhaltebecken gebaut werden. Zudem werden mehrere Brückenbauwerke abgerissen, andere – unter anderem für Wildkatzen – neu gebaut.

Die A7 ist mit etwa 1000 Kilometern die längste Nord-Süd-Transitautobahn in Deutschland. Sie reicht von der dänischen Grenze bei Flensburg bis nach Füssen an der österreichischen Grenze und ist Deutschlands wichtigste transeuropäische Verkehrsader – hoch frequentiert vom Schwerlastverkehr wie auch vom Wochenend- und Urlaubsverkehr.

Via Niedersachsen ist privater Betreiber der etwa 60 km langen Teilstrecke der A7 zwischen Bockenem und Göttingen Nach ihrer Fertigstellung wird Via Niedersachsen sie über einen Zeitraum von 30 Jahren betreiben. Zum Betriebsdienst gehören unter anderem der Winterdienst, Streckenkontrollen, Reinigung sowie landschaftspflegerische und verkehrssichernde Maßnahmen. Darüber hinaus ist Via Niedersachsen für die Erhaltung der kompletten Infrastruktur, die Wartung der Ausstattung sowie für umfangreiche Serviceangebote auf Park- und WC- beziehungsweise Tank- und Rastanlagen verantwortlich.

Von Stefan Kirchhoff und Matthias Heinzel