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Göttingen A 7 bei Göttingen: Freie Fahrt gen Norden
Die Region Göttingen A 7 bei Göttingen: Freie Fahrt gen Norden
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21:01 09.11.2010
Von Gerald Kräft
Die Baustelle auf der A 7 bei Göttingen wird deutlich kürzer: In der kommenden Woche werden drei Fahrbahnen Richtung Norden freigegeben.
Die Baustelle auf der A 7 bei Göttingen wird deutlich kürzer: In der kommenden Woche werden drei Fahrbahnen Richtung Norden freigegeben. Quelle: CH
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Wenn das Wetter mitspielt eine Woche später auch in Richtung Süden. Im Baustellenbereich zwischen Parensen und Nörten-Hardenberg bleiben allerdings auf acht Kilometer Länge die Smiley-Plakate mit hängenden Mundwinkeln voraussichtlich noch bis April 2012 stehen.

Geplant ist, in der Nacht vom 13. auf den 14. November die A 7 zwischen Göttingen und Nörten-Hardenberg von 22 bis 8 Uhr voll zu sperren. Ab Montag sollen dann alle drei Spuren Richtung Norden frei sein, bis auf eine Baustelle bei Holtensen. Dort muss der Fahrspur-Übergang während der Bauzeit noch ausgebessert werden. Das werde noch bis nächstes Jahr dauern, so Martin Rohloff, Leiter der Autobahnmeisterei Göttingen.

Ein Wochenende später wird dann der Abschnitt in der Nacht erneut gesperrt. Am Sonnabend und Sonntag, 20. und 21. November, wird dann tagsüber nur einspuriger Verkehr möglich sein. Danach ist dann auch Richtung Süden freie Fahrt ab Parensen, und die Geschwindigkeitsbegrenzungen ab Drammetal fallen weg. Der sechsstreifige Ausbau auf zehn Kilometer kostete rund 80 Millionen Euro. An einigen Stellen sind unter anderem Lärmschutzwände noch nicht fertig.

Die A 7 ist eine der Hauptachsen Deutschlands in Nord-Süd-Richtung. Die Verkehrsbelastung liegt derzeit bei rund 65 000 Fahrzeugen am Tag in der Region. Bei Göttingen sind es 10000 mehr, rund 75000 Fahrzeuge am Tag. Der weitere Ausbau bis Salzgitter ist zeitlich noch nicht genau festgelegt. Planfeststellungsbeschlüsse gibt es zwischen Salzgitter und Seesen.

Udo Othmer, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Gandersheim, befürchtet Verzögerungen, falls der Ausbau privat finanziert werden soll. Das sogenannte A-Modell sieht vor, neben dem Ausbau auch die baureife Planung auf Grundlage der Planfeststellung, den Betrieb und die Erhaltung für einen Zeitraum von 30 Jahren sowie die gesamte Finanzierung des Projekts an einen privaten Investor zu vergeben. Bezahlt wird der Investor aus den Mauteinnahmen. In Niedersachsen ist zur Verbreiterung der A 1 zwischen Hamburg und Bremen bereits eine Konzession an die Bilfinger und Berger AG vergeben worden.

Chronologie

Die A 7 zwischen den Autobahndreiecken Drammetal (A 38) und Salzgitter (A 39) wurde zwischen 1937 und 1959 in Betrieb genommen und in den 80er Jahren grundsaniert. Nach dem Ausbau auf sechs Fahrstreifen bis Göttingen ist jetzt auch der Ausbau auf rund zehn Kilometer Länge zwischen Göttingen und Parensen nach drei Jahren fertig. Auf dem rund acht Kilometer langen Abschnitt Parensen bis Nörten-Hardenberg wird voraussichtlich noch bis April 2012 gebaut. Der weitere Ausbau bis Salzgitter ist zeitlich noch offen. Auch eine private Vorfinanzierung steht zur Debatte.