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Göttingen Abrissarbeiten haben begonnen
Die Region Göttingen Abrissarbeiten haben begonnen
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13:00 29.06.2019
Derzeit wird das Haus 3 des Evangelischen Krankenhauses Weende am Standort An der Lutter abgebrochen. Quelle: R / Stefan Rampfel
Weende

Der Abbruch von Haus 3 des Evangelischen Krankenhauses (EKW) am Standort An der Lutter hat begonnen. An dieser Stelle soll bis 2021 ein Neubau entstehen. Dieser soll künftig unter anderem die Abteilung Pneumologie aus Lenglern mit mehr als 100 Betten beherbergen.

26,6-Millionen-Euro-Projekt

Im Januar 2019 hatten der kaufmännische Geschäftsführer Frank Czeczelski und der medizinische Geschäftsführer Prof. Michael Karaus für das Neubau-Projekt einen Förderbescheid in Höhe von 26,6 Millionen Euro erhalten. Die bisher in Lenglern angesiedelte Lungenfachklinik soll mit ihren 86 Betten im neu entstehenden Haus 3 einziehen. Das 26,6-Millionen-Euro-Projekt stellt die bisher größte Einzel-Förderung des Evangelischen Krankenhauses Weende dar. Seit 1997 seien bereits mehr als 100 Millionen Euro investiert worden, sagte Czeczelski.

Lungenklinik von A bis Z

Am Standort Weende entstehe eine Lungenklinik von A bis Z, und es ergäben sich zahlreiche Synergieeffekte, unterstrich Karaus. Wie das Ganze am Ende aussehen könnte, stellte das EKW im Dezember vergangenen Jahres mit einem Masterplan vor.

Weitere Bauarbeiten

Derzeit wird übrigens auch an anderer Stelle der Klinik bereits kräftig gebaut, wie EKW-Sprecher Stefan Rampfel mitteilt. „So wird derzeit die Radiologie-Abteilung vergrößert, wo ein neues MRT-Gerät seinen Standort bekommt. Der OP-Trakt wurde um einen Aufenthaltsbereich für das Personal erweitert, und an der Zentralen Notaufnahme (ZNA) zieht in Kürze ein neues CT-Gerät ein.“

Haus 3 war Teil der Artillerie-Kaserne

Gebaut wurde das Haus 3 im Jahre 1937 als Teil der Artillerie-Kaserne Weende, so Rampfel über die Geschichte der Immobilie. Architekt war Friedrich Pfaehler vom Heeresbauamt Göttingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Kaserne britischen Truppen als Kaserne. Nachdem diese 1950 abgezogen waren, wurden die Bauten als Krankenhaus genutzt.

In den 50er-Jahren übernahm die evangelische Schwesternschaft des Diakonissen-Mutterhauses Ariel die Krankenpflege. In Haus 3 waren außer dem Mutterhaus unter anderem Arztzimmer, die Verwaltung des Krankenhauses, die Klinikseelsorge, die Medizintechnik und die Krankenpflegeschule beheimatet. In der Trägerschaft des Diakonissenmutterhauses Ariel e. V. entstand auch das Hospiz An der Lutter, das seit 1992 im Erdgeschoss von Haus 3 sein Domizil hatte. Während 1992 zunächst das ambulante Hospiz einzog, folgte 1997 das stationäre Hospiz.

Umzug von Krankenpflegeschule und Hospiz

Nachdem mit Elisabeth Hoyer 2016 die letzte noch lebende Diakonisse verstarb und sowohl die Krankenpflegeschule 2016 als auch das Hospiz 2017/2018 an den Standort Neu-Mariahilf des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende umgezogen sind, sei nun die Zeit für den Abriss gekommen, um Raum für Neues zu schaffen, so Rampfel.

Von Britta Eichner-Ramm / R

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