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Göttingen „Abschiede sind Tore in neue Welten“
Die Region Göttingen „Abschiede sind Tore in neue Welten“
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00:17 23.09.2016
Von Michael Brakemeier
Sichtlich gerührt: Dagmar Schlapeit-Beck.
Sichtlich gerührt: Dagmar Schlapeit-Beck. Quelle: Harald Wenzel
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Göttingen

„Ich sage Lebewohl“, sagte Schlapeit-Beck am Dienstag. Ihre Tränen hielt sie nicht zurück, sichtlich schwer fiel ihr der Abschied. Die zuvor gehaltenen Lobreden auf sie und ihre Arbeit nach knapp 3 Jahrzehnten in der Göttinger Stadtverwaltung hätten sie „berührt und bewegt“, sagte Schlapeit-Beck. Es seien Freundlichkeiten zu hören gewesen, „die man im Amt nie gehört hat“. Als ihre größten Erfolge bezeichnete sie die Erweiterung des sozilaen Angebotes in der Stadt und die Sicherung aller Kultureinrichtungen.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) beschrieb Schlapeit-Beck als „loyal, kompetent und engangiert“. Sie habe es verstanden, „heftigen Widerspruch in präzise Worte zu fassen“. Es gehe nun eine Ära zu Ende. Soziale Einrichtungen habe sie gestärkt und gefördert, wehrhaft habe die mit „westfälischer Sturheit“ ausgestattete Schlapeit-Beck die kulturelle Vielfalt vor Sparzwängen und Eingriffen verteidigt. So habe die Kultur in Göttingen durch das Entschuldungshilfeprogramm micht gelitten, sagte Köhler.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) stellte Schlapeit-Becks Einsatz für die Vollversorgung mit Plätzen in Kindertagesstätten, Pionier-Projekte wie die Alten-WG im Goldgraben, die Projekte der Sozialen Stadt und die Versorgung von Flüchtlingen hervor. „Es ist unglaublich viel passiert durch extrem hohes persönliches Engagement“, sagte Rundt.

Weitere Grußworte hielten Schlapeit-Becks Weggefährtin Marianne Weg, die ihren Einsatz für Frauenrechte und -politik betonte, Superintendent Selter und Klaus Wettig, Vorsitzender der Göttinger Kulturstiftung. Angesichts Schlapeits-Becks Arbeit trete ihre Nachfolgerin Petra Broistedt „kein schweres Erbe“ an. Für das kulturelle Programm sorgten das Holzbläser-Trio des Göttinger Symphonie Orchester mit Matthias Weiss, Manfred Hadaschik und Ömur Kazil sowie die Schauspielerin Franziska Lather vom Jungen Theater.

Schlapeit-Beck endete ihre Dankesrede mit einem Zitat von Albert Einstein: „Abschiede sind Tore in neue Welten.“