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Göttingen Analyse des Wehrhahn-Prozesses in Düsseldorf
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12:01 25.05.2018
Wehrhahn-Prozess in Düsseldorf: Inzwischen hat das Düsseldorfer Landgericht den Haftbefehl gegen den mutmaßlich rechtsradikalen Angeklagten aufgehoben. Quelle: dpa
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Göttingen

Bei dem Prozess steht 18 Jahre nach einer Explosion einer Rohrbombe in Düsseldorf der mutmaßliche Täter vor Gericht. Inzwischen hat das Düsseldorfer Landgericht den Haftbefehl gegen den mutmaßlich rechtsradikalen Angeklagten trotz einer laut Staatsanwaltschaft hinreichend belegten Indizienkette aufgehoben, heißt es in der Ankündigung.

Rohrbombe deponiert und ferngezündet

Seit Januar 2018 steht Ralf S. wegen zwölffachen versuchten Mordes vor Gericht. Er ist angeklagt, 2000 am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn eine Rohrbombe deponiert und ferngezündet zu haben, die zehn Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzte. Die Opfer waren überwiegend Juden, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren. Der ehemalige Soldat S. betrieb in der Nähe des Tatorts ein Militariageschäft, verstand sich als Bürgerwehr und war im Stadtteil als Neonazi bekannt.

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Der S-Bahnhof Wehrhahn in Düsseldorf. Quelle: dpa

Jürgen Peters, Referent des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland, will nun darlegen, warum es fast 17 Jahre gedauert hat, bis es zu einer Anklage kam, wie die Ermittlungen verlaufen sind und welche Fehler dabei gemacht wurden. Er gibt Eindrücke aus dem Prozess.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 29 Mai, um 18.30 Uhr in Hörsaal 102 des Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5.

Von Michael Brakemeier

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