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Göttingen Anfragen aus Südtirol für Fortbildungen
Die Region Göttingen Anfragen aus Südtirol für Fortbildungen
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19:47 26.01.2016
Freude über das Zertifikat. Quelle: Wenzel
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Göttingen

Finanziert wurden die Fortbildungen aus Mitteln des Programms „Zuhause im Alter“ des Bundesfamilienministeriums. Ein halbes Jahr haben sich die Teilnehmer Theoriemodulen gewidmet, denen sich eine einjährige Praxisphase anschloss, in der eigene Projekte entwickelt wurden. „Bei allen Reflexionen, die ich lesen durfte, war ich beeindruckt und gerührt von dem Engagement und dem Einsatz, der hinter den Projekten steckt“, sagte Hartmut Wolter von der Freien Altenarbeit Göttingen und Leiter der Fortbildung. Überreicht wurden die Zertifikate außerdem von Kathrin Helbig, Leiterin der Mobilen Wohnberatung Südniedersachsen und Regina Meyer, der Demographiebeauftragten beim Landkreis Göttingen.

In dieser Form gebe es die Fortbildungen nur in Göttingen, weshalb sogar Anfragen aus Südtirol gekommen seien, erzählte Wolter. „Die Fortbildung trifft den Nerv der Zeit. Auf dem Land ist viel Engagement vorhanden, das aber angeschoben werden muss. Dafür sind nun die Dorfmoderatoren in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern da“, sagte Wolter.

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Im Zuge der Ausbildung der Dorfmoderatoren entstanden vor allem Projekte, in denen ein Treffpunkt im Dorf eingerichtet wurde, an dem Jung und Alt generationenübergreifend miteinander ins Gespräch kommen können. Der demographische Wandel fordere eine aktive und solidarische Dorfstruktur sowie ein gutes Nachbarschafts- und Vereinsleben, um das Dorf lebendig und attraktiv zu halten.

Die Wohnberaterinnen taten sich zu einem Team zusammen und erarbeiteten ein Projekt mit dem Namen „Café der Wohnideen“. In dem unter anderem Wohnformen im Alter und Wohnberatungskonzepte ausgearbeitet wurden. Die Beraterinnen unterstützen Entscheidungsprozesse rund um das Thema Wohnen und Leben im Alter. Almut Schwörer aus Höckelheim ist eine der neuen Dorfmoderatorinnen und hat die Fortbildung mitgemacht, um das Leben auf dem Dorf zu erhalten. „Es ist wichtig, das Dorf attraktiv zu machen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die Kommunikation zwischen Jung und Alt zu verbessern, um den Wegzug aus ländlichen Regionen zu stoppen“, begründete Schwörer ihr Engagement.

Meyer und Maria Elisabeth Richardt, Pflegeberaterin des Senioren- und Pflegestützpunktes Landkreis Göttingen, sowie die Freie Altenarbeit Göttingen werden die ehrenamtliche Wohnberatung, als auch die Dorfmoderation über das Praxisjahr hinaus unterstützen. Weitere Fortbildungen seien für die Zukunft geplant.

Von Kira Gilster

Zertifikate

Die erfolgreichen Teilnehmer

Dorfmoderatoren
! Jürgen Wilde (Gleichen): Demographie Werkstatt
! Ulrike Trappe (Oberweser, Landkreis Kassel): Kinder- und Jugendbauhütte
! Klaus-Dieter Stümpel (Spanbeck): Dorftreffpunkt „Alte Schule“
! Margitta Kolle (Spanbeck): Dorftreffpunkt „Alte Schule“
! Almut Schwörer (Höckelheim): Treffpunkt im Heimatmuseum „Alte Schmiede“
! Gabriele Persch (Bodensee): „Neue Zukunftsrunde Bodensee
! Rhea Braunwalder (als Studentin in Göttingen): „Zeig mir dein Dorf“
! Anke Bode (Landkreis Peine)
! Kathrin Bernateck (Neubrandenburg, Mecklenburg Vorpommern): regionale Partizipation
! Dieter Bertelsmann (Oberode/ Hedemünden): smarter e-Bahnhof/ Mobilitätszentrum
! Ruth Pingerade (Kerstlingerode): „Nachbarschaftsmittagstisch“

Mobile Wohnberaterinnen
Birgit Wallbaum (Göttingen)
! Wiebke Wolf (Göttingen)
! Heike Wippermann (Einbeck)
!Irmtraud Panse (Göttingen)
! Angelika Moeller (Sattenhauen)
! Christine Hadji Ghafouri (Witzenhausen)
! Ina Rohpeter (Hardegsen)
! Petra Giersche (Göttingen)