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Göttingen Angriff auf AfD-Mitglied Steinke
Die Region Göttingen Angriff auf AfD-Mitglied Steinke
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10:41 22.03.2018
Angriff auf Lars Steinke in Göttingen Quelle: dpa
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Göttingen

Nach Angaben der Göttinger Polizei ereignete sich die Attacke sich nach Schilderrungen der beiden Männer gegen 23 Uhr auf dem Fußweg zwischen dem Finanzamt und dem Iduna-Zentrum. Sie waren in Begleitung zweier 24 und 25 Jahre alter Frauen aus Göttingen.

Während diese unverletzt blieben, erlitten der 25 Jahre alte Steinke und ein 24-jähriger Mann aus dem Landkreis Gifhorn nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen. „Es gibt keine offensichtlichen Verletzungen“, sagte Steinke am Mittwoch jedoch gegenüber dem Tageblatt.

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Steinke kennt sich in Selbstverteidigung aus

Die Angreifer hätten ihre Mützen weggeschlagen, sie geschubst und versucht zu schlagen, schildert Steinke den Hergang. Mit Faustschlägen hätten er und sein Begleiter sich daraufhin gewehrt. „Inzwischen kenne ich mich mit Selbstverteidigung aus“, sagte Steinke, der derzeit für die AfD-Landtagsfraktion in Niedersachsen arbeitet. Die Angreifer flüchteten anschließend in Richtung Maschmühlenweg. Fahndungsmaßnahmen der Polizei verliefen bislang ergebnislos. Steinke selbst spricht von sechs Angreifern.

„Scheiß Nazi“

Vor der Auseinandersetzung seien Steinke und seine Begleitung von mehreren dunkel gekleideten Personen verfolgt und unter anderem lautstark als „Scheiß Nazis“ betitelt worden, schildert die Polizei weiter. Das Staatsschutzkommissariat habe die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

„Es fehlt der politische Wille, bei der gewaltbereiten Linken durchzugreifen“, reagierte AfD-Fraktionschefin im niedersächsischen Landtag und Vorsitzende des Göttinger AfD-Kreisverbandes, Dana Guth. „Was bei den Ermittlungen in Göttingen herauskommen wird, wissen wir, nämlich gar nichts.“ Auf der kommenden Fraktionssitzung solle der Übergriff zur Sprache kommen.

Reaktionen auf dem Tageblatt-Facebook-Kanal:

Bei einem Angriff auf den AfD-Politiker Lars Steinke in Göttingen wird der Vorsitzenden der Jungen Alternative leicht verletzt. Die Täter sind geflohen, der Staatsschutz ermittelt.

Gepostet von Göttinger Tageblatt am Mittwoch, 21. März 2018

Bereits im Dezember hatte Steinke das Selbstverteidigung thematisiert. Auf einem Beitrag auf der Fotoplattform Instagram posierte er mit einer Armbrust. „Allzeit kampfbereit!“, kommentierte Steinke und spielt mit dem Hashtag #defendeurope (Europa verteidigen) auf die Mission „Defend Europe“ der IB an. Steinke verteidigte seinen Waffen-Post in einem Artikel für das Magazin „Arcadi“ und sprach sich für ein gelockertes Waffenrecht aus: „In Zeiten, in denen der Bürger sich immer seltener auf die Erfüllung staatlicher Fürsorge verlassen kann, bedarf es zum Schutz von Leib und Leben der Eigenverantwortlichkeit – selbstverständlich innerhalb des gesetzlichen Rahmens.“ Die Menschen müssten in der Lage sein wollen, „sich und ihre Liebsten im Ernstfall selber verteidigen zu können“. Für Steinke sei es unabdingbar zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit die „ungezügelte Zuwanderung von Menschen aus strukturell gewalttätigen Erdteilen bzw. Kulturkreisen zu stoppen“, schreibt er.

Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter 05 51 / 4 91 21 15 entgegen.

Von Michael Brakemeier (mit dpa)

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