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Göttingen Anklage nach brutalem Überfall auf 84-Jährige
Die Region Göttingen Anklage nach brutalem Überfall auf 84-Jährige
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17:00 04.01.2018
Quelle: dpa
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Göttingen

Der 27-Jährige aus dem südniedersächsischen Eichsfeld soll mit Drogen gehandelt und mehrere drogenabhängige junge Erwachsene, die er kostenfrei in seinem Haus wohnen ließ, zu Diebstahls- und Einbruchstouren angestiftet haben. Kurz vor Weihnachten hatte das Landgericht Göttingen einen seiner Helfer zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Der 24-Jährige war im Juni 2017 nachts in das Wohnhaus einer Rentnerin in Osterode eingebrochen und hatte die 84-Jährige durch massive Schläge auf den Kopf schwer verletzt.

Mitangeklagt war eine 22-jährige Frau, die den Einbrecher zum Tatort gefahren hatte. Sie erhielt wegen Beihilfe eine sechsmonatige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die junge Frau hatte ebenfalls in der „Drogen-WG“ des 27-Jährigen gewohnt und war zu der Zeit mit diesem liiert gewesen. Ihren Angaben zufolge war der 27-Jährige mit zum Tatort gefahren und hatte draußen auf den 24-Jährigen gewartet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-Jährigen unter anderem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Diebstahl, gewerbsmäßigen Betrug sowie Erpressung und Körperverletzung vor. Laut Anklage soll er einen größeren Personenkreis kostenlos mit Drogen versorgt und dafür verlangt haben, dass sie für ihn Einbrüche begehen. Er habe die An- und Abfahrten zu den ausbaldowerten Objekten organisiert. Tatorte waren unter anderem Gieboldehausen, Schwiegershausen, Wulften und Bilshausen (Kreis Göttingen) sowie Nörten-Hardenberg und Katlenburg (Kreis Northeim).

Im Prozess gegen den 24-Jährigen hatte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung erklärt, dass dieser ebenso wie andere Mitbewohner aus dem Haus des 27-Jährigen die „Drecksarbeit“ gemacht habe. Der 27-Jährige sei dagegen der maßgebliche Initiator der Einbrüche gewesen und habe auch die Beute vereinnahmt. Auch die Verteidigung hatte geltend gemacht, dass die Angeklagten ein massives Drogenproblem gehabt hätten und durch den 27-jährigen „Rädelsführer“ zu diesen Taten getrieben worden seien.

Von Heidi Niemann

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