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Göttingen Antifa befürchtet Zusammenarbeit zwischen Neonazis und Hells Angels
Die Region Göttingen Antifa befürchtet Zusammenarbeit zwischen Neonazis und Hells Angels
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17:35 16.09.2014
Von Michael Brakemeier
Quelle: Heller (Symbolfoto)
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Göttingen

Sie befürchtet eine Zusammenarbeit zwischen Neonazis und Hells Angels. „Seit Jahren sind Kontaktaufnahmen zwischen Neonazi- und Rockerszene zu beobachten“, erklärte eine Ali-Sprecherin. Dass der Adelebser Neonazi Mario Messerschmidt einen Aufmarsch und eine Kundgebung in Güntersen anmelde sei kein Zufall.

So hätten Messerschmitt, der seit kurzem im Bundesvorstand der Partei „die Rechte“ aktiv ist, und der Adelebser Anführer der Hells Angels seit Jahren Kontakt. Vor diesem Hintegrund bewertet die Ali die Stellungnahme von Polizeipräsident Robert Kruse als „blanken Hohn“ und „verharmlosend“. Kruse hatte gegenüber dem Tageblatt von „vereinzelten Kontakten“ ohne „strukturierte Zusammenarbeit“ gesprochen.

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Unterdessen tritt der Betreiber der Göttinger JT-Kantine in der Hospitalstraße Mutmaßungen entgegen, er habe bei einer Veranstaltung Mitglieder der Hells Angels oder von La Familia als Türsteher angeheuert. Entsprechende Beobachtungen schilderten mehrere Besucher gegenüber dem Tageblatt.

„Das ist nicht der Fall“, sagt JT-Kantinen-Chef Marek Dziuban. Zwar habe auch er im Publikum Gäste mit La-Familia-Tätowierung und Support-81-Kleidung gesehen, die seien aber nicht von ihm engagiert. „Die laufen doch zurzeit in jedem Club herum“, kommentiert Dziuban. Hinter La Familia verbirgt sich ein Zusammenschluss von Tuning-Fans aus Göttingen, Adelebsen, Northeim, Moringen, und Hardegsen. Die Ali rechnet einen Großteil der La-Familia-Mitglieder der Neonazi-Szene zu.