Killifische und Fauchschaben - Aquarien- und Terrarienausstellung in Göttinger Orangerie – GT - Göttinger Tageblatt
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Göttingen Aquarien- und Terrarienausstellung in Göttinger Orangerie
Die Region Göttingen Aquarien- und Terrarienausstellung in Göttinger Orangerie
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20:26 23.07.2015
Von Katharina Klocke
Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Geplant war die Ausstellung eigentlich parallel zu den Viktoria-Nächten. Die Riesenseerose allerdings spielt in diesem Jahr nicht mit. „Die Viktoria will nicht recht wachsen“, sagt Gartenkustos Michael Schwerdtfeger. Bislang habe sie nur wenige Blätter und sehr kleine Knospen ausgebildet. Vielleicht sei die Blüte Ende Juli oder Anfang August zu sehen, hofft Schwerdtfeger. Dennoch schlössen die Gewächshäuser bis zum 25. Juli erst um 21.30 Uhr, „und auch ohne eine blühende Viktoria lohnt sich ein Besuch“.

Etwa in der Orangerie, in der Reinhard Kotzan und andere Mitglieder des Aquaristischen Arbeitskreises Leinetal noch am Freitag und Sonnabend, 24. und 25. Juli, von 11 bis 21.30 Uhr sowie am Sonntag bis 14 Uhr exotische Fische und skurrile Insekten ausstellen. Seit 25 Jahren gibt es den Verein, seit zehn Jahren präsentieren die Mitglieder ihr Hobby alljährlich im Alten Botanischen Garten. In diesem Jahr ist einer der Schwerpunkte das Thema „lebendgebärende Fische“. Zu dieser Gruppe gehören die Guppys, die 1908 erstmals in Europa auftauchten. „Aus den Wildformen haben Aquaristen viele Variationen gezüchtet, die es in der freien Natur nicht gibt“, erzählt Kotzan.

In Nordamerika beheimatete Killifische legen Eier im Gewässergrund ab, die selbst eine Trockenheitsperiode überstehen. „Wenn es regnet, schlüpfen die Jungfische aus“, sagt Kotzan. Deshalb würden Killifische auch als Saisonfische bezeichnet. Weitere Raritäten in der Ausstellung sind der Axolotl, ein Lurch, der niemals aus dem Larvenstadium herauswächst sowie die gestreiften Rotrücken-Skalare. Zu sehen – und zu hören – sind auch Fauchschaben, die bei Berührung ein fauchendes Geräusch von sich geben, eine Riesenblatt-Gespenstschrecke, die sich von Rosenblättern ernährt und zierliche Pfeilgiftfrösche. Nach 14 Uhr am Sonntag, 26. Juli, dem letzten Ausstellungstag, werden Wasserpflanzen und Fische verkauft.

©Hinzmann