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Göttingen Arbeiten an B27: Harter Job auf 170 Grad – Sperrung wird verlängert
Die Region Göttingen Arbeiten an B27: Harter Job auf 170 Grad – Sperrung wird verlängert
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05:57 29.06.2019
Heißer Job bei heißen Temperaturen: Arbeiter bringen fast 170 Grad heißen Asphalt auf die B27 bei Göttingen - bei 36 Grad Lufttelperatur. Quelle: Ulrich Schubert
Göttingen

Es ist ein verdammt heißer Job in einer ganz heißen Zeit: Seit Beginn der Woche asphaltieren Arbeiter die B27 in Göttingen – an manchen Tagen bei weit über 40 Grad in der Sonne. Unterdessen zeichnet sich ab, dass diese Arbeiten länger dauern werden als geplant. Damit bleibt der Autobahnzubringer auch länger halbseitig gesperrt – zum Ärger für viele Pendler.

Schweißtuch und die Flasche Wasser sind immer in greifbarer Nähe. Wenn die gewaltige Maschine neben ihm stoppt, weil aus großen Lkw wieder dampfender Asphalt nachgeladen wird, greift Vasilij Bjelic zu und trinkt einen großen Schluck. „Sechs bis sieben Liter am Tag sind es bestimmt“, sagt der braungebrannte Arbeiter. Seine Arbeit an der Maschine und auf der fast 170 Grad heißen schwarzen Masse unter seinen Füßen ist extrem schweißtreibend.

Knirschen Schnecken und heißer Asphalt

Knirschend wird der Asphalt in großen Schneckenwalzen noch einmal durchgerührt, bevor die Maschine ihn die zähe Masse auf die Straße presst. Gleich dahinter rollen die schweren Walzen an. Bjelic muss die Schnecke und den Auslass immer wieder nachjustieren – oder mit der Schaufel weggedrückten Asphalt verteilen.

Mehr Bilder vom heißen Job an der B27

B27 bei Göttingen: Straßenbau in Doppelter Hitze. In dieser Woche haben Arbeiter begonnen, die Fahrbahn des sogenannten Autobahnzubringers neu zu asphaltieren. Ein schweißtreibender Job.

 

„Es ist schon hart, bei solcher Hitze diesen Job zu machen, aber man gewöhnt sich dran“, sagt er lachend – „so ist halt der Job“. „Dem da oben geht’s noch schlechter“, fügt Belic an und zeigt zum Maschinenführer auf seinem hohen Sitzauf der Maschine unter einem Sonnenschirm. „Da steigt die Hitze vom Asphalt hoch“, erklärt er.

Das Video zum heißen Job

Bjelic und seinen Kollegen in der Firma Kemna asphaltieren zurzeit die den sogenannten Autobahnzubringer – die B27 zwischen Weende und A7 bei Holtensen. In dieser Woche haben sie den Asphaltbinder aus grobem Material aufgetragen, in etwa zwei Wochen soll die feinere Deckschicht folgen. Die Sanierung sei überfällig gewesen, hatte Projektleiter Uwe Köcke von der der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau in Gandersheim vergangene Woche erklärt. Die Fahrbahn sei über 20 Jahre alt – „und wir wollten nicht warten, bis sie ganz hin sind“.

Eineinhalb Wochen Verzögerung

Eigentlich sollte die nördliche Fahrbahnseite in dieser Woche fertig werden. Nächste Woche sollte der Verkehr auf die erneuerte Trasse verlegt und die andere Seite asphaltiert werden. Aber daraus wird nichts, bestätigte am Freitag Köcke. Es seien Schäden an den Dichtungen der Brücken im Zuge des Zubringers entdeckt worden. Diese würden jetzt vorrangig repariert.

Die Folge: Erst um den 15. Juli herum wird der Verkehr auf die dann fertiggestellte Fahrbahn umgeleitet. Dann wird die andere Seite saniert. Statt Ende Juni werden die Arbeiten voraussichtlich in der zweiten Augustwoche abgeschlossen sein, hofft Köcke.

Unterdessen haben Arbeiter auch den Rad- und Fußweg über die Brücken an der B27 gesperrt. Zu den genauen Hintergründen gab es am Freitag keine Auskunft von der Straßenbaubehörde. Sie dürften mit des Arbeiten an den Isolierungen zusammenhängen.

Von Ulrich Schubert

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