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Göttingen Arbeiten an Deponien
Die Region Göttingen Arbeiten an Deponien
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19:21 29.09.2009
Deponie Deiderode: Terrassenförmig wird die Altdeponie aufgenommen. Oben rechts die MBA.
Deponie Deiderode: Terrassenförmig wird die Altdeponie aufgenommen. Oben rechts die MBA. Quelle: Heller
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In Meensen geht es derzeit um die Oberflächenabdichtung der 1987 aufgegebenen Abfalldeponie, erklärt Friedrich Jütting von den Göttinger Entsorgungsbetrieben. Seit 1973 hatte die Stadt in den ehemaligen Basalt-Steinbruch, dessen Förderung 1967 aufgegeben wurde, Haushaltsabfälle eingelagert. In drei Bauabschnitten wird die 380 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Kippe rekultiviert. 170 000 Kubikmeter Boden, Kies und Sand sind nötig, um das Gelände abzudecken.
Derzeit befinden sich die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt. Bis Ende 2011 soll auch der dritte Abschnitt abgedichtet und mit standorttypischen Pflanzen nach einem landschaftspflegerischen Begleitplan begrünt sein. Rund 3 Millionen Euro wird das samt Planung und Überwachung gekostet haben.
Aktuell werden rund 18 000 des insgesamt 58 000 Quadratmeter großen Deponiekörpers mit einer Sandschicht und danach mit Kies abgedeckt. Die verschiedenen Schichten sorgen dafür, dass eindringendes Wasser auch bei späterer Durchwurzelung seitlich abgeführt wird und nicht in die Müllmassen eindringt. Rund 58 000 Quadratmeter Randgraben und Zufahrtswege müssen dafür geschaffen werden.

Noch zehn bis 20 Jahre

In Deiderode, wo erst 2005 die Einlagerung beendet wurde, wird derzeit die Altdeponie saniert. Rund 300 000 Kubikmeter Müll, die vor mehr als 30 Jahren auf einer zum Untergrund damals noch nicht abgedichteten Fläche abgekippt worden waren, werden nun aufgenommen und auf den zuletzt noch aufnahmefähigen Polder fünf umgelagert. Weil sich der Müll stabilisiert hat, also keine Umsetzungsprozesse mehr aktiv sind, kann ein Teil der Masse benutzt werden, die Hänge der Deponiefläche abzudecken und sie im Randbereich zu profilieren. Erst danach, also vom Frühjahr an, werden die restlichen Deponieflächen mit Erde abgedeckt und begrünt. Endgültig rekultiviert dürfte die Deponie aber – je nach Setzung der Deponiekörper – erst in zehn bis 20 Jahren sein.

ck