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Göttingen Arbeitsmarkt weiterhin im Aufwind
Die Region Göttingen Arbeitsmarkt weiterhin im Aufwind
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15:00 29.11.2019
K-Arbeitsmarkt NOV Grafik PDF Quelle: mlr
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Göttingen

Auch im November setzte sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Südniedersachsen fort. Im zurückliegenden Monat sank die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Göttingen gegenüber dem Vormonat um 220 (1,8 Prozent) auf 11966.

Deutlicher als der Vergleich zum Oktober zeigt der Blick auf den Vorjahresmonat, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor sehr aufnahmefähig ist. Denn im November 2018 waren noch 570 Menschen mehr bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern arbeitslos gemeldet (4,5 Prozent). Auch wenn die Zahl der neu gemeldeten Stellen rückläufig ist, bewegen sich die Personalgesuche, die der Agentur für Arbeit aus Wirtschaft und Verwaltung gemeldet werden, weiterhin auf hohem Niveau. Im November gaben die Unternehmen der Region insgesamt 1141 neue Stellen bei der Arbeitsagentur an, 151 weniger als im Oktober und 317 weniger als vor Jahresfrist. Der Bestand an offenen Stellen sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 520 (10,5 Prozent) auf 4436.

Menschen mit Handicap auf dem Arbeitsmarkt

Erstmals weniger als 1900 Arbeitslose gab es im Landkreis Eichsfeld. Mit 1872 Personen lag die Quote bei 3,5 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 3,7 Prozent. Bei den Kunden der Arbeitsagentur gab es einen Anstieg zum Vorjahr um fast 17 Prozent.

Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, nimmt den anstehenden Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember zum Anlass, die Situation von Menschen mit Handicap auf dem Arbeitsmarkt näher zu beleuchten: „Nach wie vor ist es für viele Menschen mit Behinderung schwierig, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Zum Teil ist die Stellensuche einfach deutlich aufwendiger, da nicht nur das fachliche Profil, sondern oftmals auch in besonderem Maße das Arbeitsumfeld und -bedingungen passen müssen. Viele Menschen mit Handicap sind gut qualifiziert und insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels sollte kein Arbeitgeber dieses Potenzial unberücksichtigt lassen“, fordert der Agenturchef. Gläser betont aber auch, dass die Botschaft in vielen Betrieben bereits angekommen sei: „Die gesamtgesellschaftlichen Bemühungen um das Gelingen von Inklusion, aber ehrlicherweise auch die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften haben dazu geführt, dass in diesem Jahr bereits 311 schwerbehinderte Arbeitssuchende einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben“, berichtet Gläser. Das seien gut sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ältere Arbeitsuchende mit Handicap

Allerdings bleibe, so der Arbeitsmarktexperte, noch viel zu tun. Aktuell sind 644 schwerbehinderte Menschen bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern der Region arbeitslos gemeldet. Das waren 69 (9,7 Prozent) weniger als vor Jahresfrist. Doch gerade ältere Arbeitsuchende mit Handicap haben es schwer, wieder ins Berufsleben zurückzukehren. Rund 57 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen sind älter als 50 Jahre, knapp 42 Prozent älter als 55 Jahre. Diese Tatsache dürfte kaum verwundern, da die wenigsten Behinderungen bereits von Geburt an bestehen, sondern meist im Laufe eines Lebens durch Unfall oder Krankheit erworben werden.

Gläser wirbt dafür, den Blick mehr auf die Potenziale und weniger auf die Defizite zu richten. Es lohne sich, auch dann über Lösungen nachzudenken, wenn Bewerber und Stelle auf den ersten Blick nicht optimal zusammenpassten. Für Betriebe, die Menschen mit Handicap einstellen, gibt es vielfältige Unterstützungsangebote, angefangen von Hilfen für die technische Ausstattung oder Umrüstung eines Arbeitsplatzes bis hin zum Eingliederungszuschuss während der Einarbeitung in den ersten Monaten. Die Reha-Spezialisten im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit stehen Arbeitgebern gerne zur Verfügung und sind unter Telefon 0551/520330 zu erreichen.

Von Peter Krüger-Lenz/r

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