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Göttingen Asche-Mord: BGH hält Strafe für zu hoch
Die Region Göttingen Asche-Mord: BGH hält Strafe für zu hoch
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20:02 25.09.2009
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Die Jugendkammer hatte den Angeklagten im März nach einem monatelangen Prozess zu einer Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren wegen Totschlags verurteilt. Nach Überzeugung der Richter hatte der 19-Jährige die 17-jährige Schülerin Denise im April 2008 bei einer Dorfdisco-Veranstaltung in seinem Wohnort bei einem Streit gewürgt, zu einem Kellereingang geschleift und dort durch zahlreiche Schläge mit einem Stein gegen den Kopf getötet. Diese Feststellungen des Gerichts sind durch die BGH-Entscheidung jetzt rechtskräftig geworden. Lediglich über die Strafhöhe soll neu entschieden werden. Die Göttinger Richter waren mit ihrem Urteil nur knapp unter der für Jugendliche höchstmöglichen Strafe von zehn Jahren geblieben. Sie gingen damit noch über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus, die eine Jugendstrafe von acht Jahren und neun Monaten gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf fünf Jahre Jugendstrafe plädiert. Nach Auffassung des BGH hätte die Jugendkammer die Strafmilderungsgründe bei der Festsetzung der Strafhöhe stärker berücksichtigen müssen. Das Göttinger Gericht ließ als strafmildernd lediglich gelten, dass der 19-Jährige bislang nicht vorbestraft ist und aufgrund seiner Alkoholisierung und seines Cannabis-Konsums in seiner Steuerungsfähigkeit beeinträchtigt war. Der Angeklagte hatte zunächst jegliche Schuld abgestritten und sich später auf einen „Blackout“ berufen. Bis zuletzt trug er nichts zur Aufklärung des Geschehens bei. Anlass und Motiv der Tat blieben vollkommen unklar.

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