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Göttingen Asiatischer Imbiss als Forschungsstätte
Die Region Göttingen Asiatischer Imbiss als Forschungsstätte
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20:00 07.11.2011
Von Matthias Heinzel
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Göttingen

Der Mann aus Südostasien, der bei einer regulären Kontrolle in einem Asia-Imbiss in der Innenstadt überprüft wurde, legte den Beamten ein deutsches Visum des Typs D vor. Obwohl ein solches Visum den Inhaber nur zur Durchführung von Forschungsarbeiten in anerkannten deutschen Forschungseinrichtungen berechtigt, arbeitete der Mann in dem Imbiss als Küchenhilfe.

Vor gut einer Woche hatten die Zollbeamten in den Abendstunden mehrere Göttinger Gaststätten überprüft. Dabei habe es sich um eine „verdachtsunabhängige Kontrolle“ gehandelt, erläutert Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Braunschweig. In dem Göttinger Asia-Imbiss ging den Kontrolleuren schließlich der Küchenforscher ins Netz. Gültig war sein Visum für die Zeit von September bis einschließlich Mitte Dezember – aber nicht für die Arbeit in einer Garküche.

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„Soviel ist klar: Eine Imbissküche ist kein Forschungslabor”, erklärt Zolleinsatzleiter Mirko Wahle. „Für seine Tätigkeit als Küchenhelfer fehlte dem Mann der korrekte Aufenthaltstitel und damit auch eine gültige Arbeitserlaubnis für Deutschland”, so Wahle weiter.
Gegen den Mann aus Südostasien wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Über den Aufenthalt des Küchenhelfers entscheidet jetzt das Ausländeramt der Stadt.