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Göttingen Auch in Zukunft Bedarf an neuen Wohnungen
Die Region Göttingen Auch in Zukunft Bedarf an neuen Wohnungen
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17:59 21.03.2012
Von Gerald Kräft
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Dransfeld

Nach Abzug von Baulücken ergibt sich schließlich unter den getroffenen Annahmen ein Bedarf von 32 Wohnungen, der nicht durch Innenentwicklung gedeckt werden kann, so das Fazit. Die Stadt solle bei neuen Wohngebieten auf Ortskerne und attraktive Standorte mit kurzen Wegen setzen, empfahl Stadtplaner Dirk Puche im Stadtentwicklungsausschuss. „Sie müssen selbstbewusst auftreten, sie müssen wissen, was Sie wollen“, riet der Planer den Politikern in der Debatte um Neubaugebiete mit dem Landkreis. Nach einem Antrag, zusätzliche Flächen zwischen Heinrich-Sohnrey- und Gerhart-Hauptmann-Straße als Bauland auszuweisen und heftigen Protesten von Bürgern, war die Analyse im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben worden. Entscheidungen fielen im Ausschuss nicht, aber rund 40 Bürger füllten den Sitzungsraum im Feuerwehrgerätehaus.

Verkehrsgünstige Lage

Im Flächennutzungplan der Stadt sind rund 8,5 Hektar als Wohnbauflächen ausgewiesen, zusätzliche Flächen sind im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) empfohlen. Die Planer rechnen mit einem Bedarf bis 2025 von nur 2,7 Hektar. Dransfeld liegt verkehrsgünstig mit gutem Versorgungstandard, sodass die negativen Bevölkerungsprognosen nur bedingt auf die Stadt zutreffen.

Die Planungsbüros Lange-Puche aus Northeim und Brudniok aus Göttingen sehen in ihrer Analyse die Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsgemeinden unterschiedlich verlaufen. Ähnlich wie Rosdorf und Bovenden profitierte  Dransfeld bislang von der Stadtflucht. Ältere werden künftig verstärkt aus kleinen Dörfern in die Nähe von Standorten mit guter Versorgung ziehen, so die Annahme. Die Planer ermittelten Reserven  und Gebäudepotenziale, gehen aber davon aus, dass bestehende  Baulücken höchstens zu 50 Prozent tatsächlich genutzt werden könnten. Leerstände und drohende Leerstände aufgrund von Bewohnern mit hohem Alter sind in Dransfeld noch vergleichsweise niedrig.

Altengerechtes Wohnen

CDU-Fraktionschef Jan-Thomas Geyer kritisierte im Ausschuss, dass so getan werde, als ob noch über alles diskutiert werden könne. Der Rat habe sich bereits durch Entscheidungen gebunden wie im Kestenmühlenweg. Der Rat hatte beschlossen, den nicht mehr benötigten Festplatz mit etwa 0,8 Hektar für altengerechtes Wohnen zu verkaufen. Die Analyse sei eine Superausgangsbasis für die Bauleitplanung, sagte Stadtdirektor Thomas Galla. Bürgermeister Rolf Tobien (SPD) bat darum, den Fraktionen Zeit zu geben, sich damit zu befassen.
Wohnbedarfsanalyse als PDF-Datei unter stadt-dransfeld.de