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Göttingen Hier wird der Göttinger Weihnachtsmarkt aufgebaut
Die Region Göttingen Hier wird der Göttinger Weihnachtsmarkt aufgebaut
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00:26 22.11.2018
Rund um das Alte Rathaus und die Johanniskirche entsteht langsam der Göttinger Weihnachtsmarkt. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

 Der Aufbau des Göttinger Weihnachtsmarkts hat begonnen. Bis zur Eröffnung am Montag, 26. November, sollen 73 Stände rund um das Gänseliesel, das Alte Rathaus und die Johanniskirche stehen.

Das Hochcafé im Johanniskirchhof wird aus vielen Containern zusammen gesetzt. Quelle: Christina Hinzmann

„Wir bauen in Etappen auf“, sagt Daniel Asmuß vom Vorstand des Göttinger Weihnachtsmarktsvereins. „Heute kommen die großen Stände.“ So auch das Hochcafé neben der Joanniskirche. Fünf Container werden dafür mit Lkw und einem Kran in Position gebracht – vier für das Café und einer für das Büro. „Die Fenster haben wir von außen schon mal geputzt. Später kommt man da ja nicht mehr ran“, scherzt Asmuß. Gut zehn Leute arbeiten allein am Aufbau des Hochcafés mit. Im Johanniskirchhof dröhnen die Lkw-Motoren und rattert der Kran, der die schweren Container punktgenau aufeinander stapelt, damit das Hochcafé entsteht.

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„Man muss viel bedenken“

„Wir fangen relativ früh morgens an, bevor die Stadt erwacht“, sagt Asmuß. Den Weihnachtsmarkt organisiert die Stadt Göttingen. Mit Linien auf dem Boden der Innenstadt sind die Positionen der Stände markiert. „Das variiert jedes Jahr“, sagt Norbert Niedzwiecki vom Ordnungsamt. „Man muss viel bedenken: den Notausgang der Stadtbibliothek, die Feuerwehrzufahrt, die Entsorgungsbetriebe. Die Stände werden daran angepasst.“ So auch das Hochcafé, welches Rücksicht auf einen Baum nehmen muss, der davor wächst. Gegenüber vom Hochcafé steht in diesem Jahr ein Toilettenwagen.

Wenn der Strom angeschlossen ist, klappt Stefan Münch mit seinem Team den Schwibbogen seines Glühweinstandes hoch. Quelle: Christina Hinzmann

Auf der anderen Seite der Johanniskirche hat Stefan Münch mit dem Aufbau begonnen. Sein Glühweinstand „Göttinger Schwibbogen“ steht dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt. „Der Stand ist speziell angefertigt und eigentlich einzigartig. Ich weiß noch nicht, was mich erwartet und muss mich erstmal einfinden“, sagt Münch. In seinem Stand, der von einem Lichterbogen, dem Schwibbogen, umrahmt wird, biete er Winzerglühwein aus Franken an. Aber er werde ihn nicht zapfen: „Wir schöpfen den Glühwein mit Löffeln aus Kupferkesseln in die Tassen. Das duftet so viel mehr.“ Als der Container für den Stand vom Lkw abgesetzt ist, wartet Münch nur noch auf den Strom. „Dann bauen wir den Schwibbogen auf.“

Auch für Asmuß geht die Arbeit richtig los, wenn die Container des Hochcafés stehen. Damit später die Gäste Glühwein trinken und sich am Feuer wärmen können, müssen Leitungen für die Glühweinzapfgeräte, für Wasser und Strom gelegt werden. Ein Schornsteinfeger kontrolliert den Kamin und ein Techniker kümmert sich um die Spülmaschinen. „Das ist wie eine Gaststätte zu eröffnen, nur eben für kürzere Zeit“, sagt Asmuß, der schon Übung im Aufbau des Hochcafés hat. Seit zehn Jahren wird hier im Johanniskirchhof ausgeschenkt. „Wir sind hier ein eingespieltes Team.“

Die Container werden mit dem Kran maßgenau aufeinander gesetzt. Quelle: Christina Hinzmann

„Man hilft sich“

Ein bisschen aufgeregt ist Asmuß dennoch vor dem Aufbau – auch wenn er das Hochcafé bereits zum dritten Mal in diesem Jahr auftürmt. „Vorher waren wir in Würzburg. Da war das Hochcafé der ’Gänse’s Weingarten’. Mit dem Gänseliesel hat man immer eine Story zu erzählen.“ Als das Hochcafé dann steht, packt Asmuß beim Standnachbarn mit an. „Wir sind zwar alles Einzelunternehmen hier. Aber man hilft sich“, sagt er. „Das geht Hand in Hand.“ Das Team des Göttinger Weihnachtsmarktvereins übernimmt die Dekoration des Weihnachtsmarkts. Girlanden hängen schon zwischen den Hauswänden über den Lkw, bald stehen auch die Christbäume.

Bis Sonnabend, 24. November, soll der Weihnachtsmarkt rund um das Alte Rathaus und die Johanniskirche stehen. Quelle: Christina Hinzmann

Wie in jedem Jahr säumen Kunsthandwerksstände den Weihnachtsmarkt und bieten selbst gemachte Kerzen, Schmuck, Krippen, Öle oder Gewürze. Neben Glühwein gibt es wieder viele Bratwurst-, Grünkohl- oder Süßwarenstände. Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am Montag, 26. November, um 16 Uhr von Bürgermeister Ulrich Holefleisch (Grüne). Begleitet wird die Eröffnung vom Kinder-Projektchor der Montessori Schule unter der Leitung von Karin Eilers und dem Auftritt des großen und kleinen Gänseliesels. Der Aufbau soll bereits am Sonnabend, 24. November, abgeschlossen sein. „Dann kann sich das Team am Sonntag noch einmal ausruhen, bevor es losgeht“, sagt Asmuß. Danach gibt es 32 Tage lang ein buntes Programm.

Von Norma Jean Böger

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