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Göttingen Wie die Eislaufbahn von „Atlantis“ entsteht
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10:53 31.01.2019
Aufbau der Lichtanlage für die Show von „Holiday on Ice“ in der Lokhalle Göttingen. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

 Am Donnerstag, 31. Januar, ist die Eiskunst-Show „Holiday on Ice“ mit ihrem Programm „Atlantis“ in der Göttinger Lokhalle zum ersten Mal zu sehen. Die letzten Vorbereitungen für die Premiere sind fast abgeschlossen. Der Aufwand war immens: Innerhalb von wenigen Tagen entstand in dem historischen Industriegebäude eine Eisbahn für 40 Darsteller.

Bereits seit Montagvormittag arbeitet das Team von „Holiday on Ice“ an der Vorbereitung für die Show: Licht- und Tonanlagen müssen montiert und verkabelt, Pyrotechnik vorbereitet werden. Die größte Herausforderung sei jedoch die 18 Meter breite und 40 Meter lange Eisfläche, erklärte Norbert Link, Produktionsleiter der Show. Weil die Lokhalle keine Eislaufbahn habe, müsse das Team der Show diese mühevoll für die Auftritte herstellen. „Für die Eisfläche brauchen wir ungefähr 35000 Liter Wasser“, sagte Link. Damit das Eis eine charakteristische weiße Färbung erhalte, würde zum Wasser noch Kreide gemischt.

Eine künstliche Eisfläche in der Lokhalle

„Eine Besonderheit unserer Eisfläche ist, dass sie weicher ist als andere, wie zum Beispiel bei Eishockey“, erläuterte Link. Das sei notwendig, damit zum Beispiel bei Sprüngen der Läufer während der Show das Eis nicht beschädigt wird. Schlimmstenfalls bestünde die Gefahr von herausgebrochenen Eisbrocken auf der Eisbahn. Damit die etwa vier bis fünf Zentimeter dicke künstliche Eisfläche nicht schmilzt, befindet sich unter ihr ein eigens aufgebautes Kühlsystem. Es hält die Temperatur der Eisfläche konstant zwischen minus drei und minus vier Grad.

Für den reibungslosen Ablauf der Show sind 28 Techniker Teil des Teams, darunter auch Pyrotechniker für die Spezialeffekte. Hinzu kämen noch lokale Helfer. Insgesamt seien mehr als 100 Personen an der Produktion beteiligt, bilanzierte Link. Für die Anreise würden sieben 40-Tonnen-LKW benötigt: Zwei für das Eis und fünf für Show-Equipment, davon einer nur für Requisiten, sagte Link.

40 Eisläufer und 300 Kostüme

Die Geschichte der Show basiert auf der bekannten Sage der versunkenen Stadt Atlantis. „Die Legende von Atlantis birgt einen unglaublichen Ideen-Fundus für alle entscheidenden Aspekte einer mitreißenden Liveshow auf Eis: Dramaturgie, Choreografie, Kostüme, Szenerie und Musik“, beschreibt Robin Cousins, Creative Director und Choreograf, seine Faszination an dem Projekt. An der Show sind 40 internationale Darsteller beteiligt, für die der Designer Michael Sharp mehr als 300 Kostüme gestaltet hat. Zur Show gehören neben der Eiskunst-Performance auch akrobatische Elemente und Zaubertricks.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte das Eiskunstläufer-Paar Peter und Mariyah Gerber in Göttingen bereits erste Einblicke in die Show gegeben. Vor Zuschauern präsentierte das Paar einige Choreografien, die auch in „Atlantis“ vorkommen werden. Die Eisläufer haben sich bei einer „Disney on Ice“-Produktion kennengelernt, in der sie das Prinzenpaar darstellten.

Die Auftrittstermine in Göttingen

Auftritte von „Holiday on Ice“ in Göttingen

Die Gruppe„Holiday on Ice“ tritt mit ihrem Programm „Atlantis“ viermal in der Göttinger Lokhalle, Bahnhofsallee 1B, auf: Premiere am Donnerstag, 31. Januar, um 19 Uhr; Freitag, 1. Februar, 15 und 19 Uhr; Sonnabend, 2. Februar, 15 und 19 Uhr; Sonntag, 13 und 16.30 Uhr.Tickets sind im Onlineshop des Göttinger Tageblatts unter www.tickets.goettinger-tageblatt.de und in der Geschäftsstelle in der Weender Straße 44 in Göttingen erhältlich.

Die Shows von „Holiday on Ice“ gibt es bereits seit 1943 in den USA, 1951 folgte die erste Inszenierung der Eiskunst-Show in Deutschland. Seither entwickelt das Team beinahe jährlich neue Shows. 2008 wurde „Holiday on Ice“ in das Guinnessbuch der Rekorde als meistbesuchte Eisshow der Welt aufgenommen. Seit 1943 hatten fast 330 Millionen Zuschauer die Shows besucht.

„Holiday on Ice“ gastiert von Donnerstag, 31. Januar, bis Sonntag, 3. Februar, in Göttingen. Die Premiere von „Atlantis“ beginnt am Donnerstag, 31. Januar, um 19 Uhr in der Lokhalle, Bahnhofsallee 1B, in Göttingen.

Von Max Brasch

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