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Göttingen Aus Kita an Pfalz-Grona-Breite wird Familienzentrum
Die Region Göttingen Aus Kita an Pfalz-Grona-Breite wird Familienzentrum
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19:09 02.01.2019
Kindertagesstätte Pfalz-Grona-Breite. Quelle: Niklas Richter
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Grone

An der Pfalz-Grona-Breite soll ein Familienzentrum entstehen. Hierzu hatte die SPD-Fraktion im Stadtrat Göttingen einen Antrag in den Rat eingebracht, in dem die Fraktion den Bau eines weiteren Zentrums für die Weststadt angeregt habe. "Die erfolgreiche Arbeit des Eltern-Kind-Zentrums Petrihaus in Grone hat gezeigt, dass die frühe Förderung von Kindern auch mehr Chancengleichheit bringt", erklärte Ratsfrau Helmi Behbehani.

Aus Sicht des jugendpolitischen Sprechers der Ratsfraktion ist Bildung der Schlüssel für eine gelungene Integration, deshalb sei die Verbesserung der Bildungschancen der Jüngsten eine wichtige Aufgabe. Für das Familienzentrum an der Pfalz-Grona-Breite soll die dort vorhandene Kindertagesstätte zum einen ausgebaut werden und zum anderen soll ein Ausbau entstehen. Das Familienzentrum an der Pfalz-Grona-Breite sei notwendig, da im Bereich der Weststadt nach Meinung der Ratsmitglieder der SPD eine besondere Integrationsleistung erbracht werden muss. Deshalb freuen sich die Mitglieder, dass mit dem An- und Ausbau der Kindertagesstätte Pfalz-Grona-Breite ein weiterer Schritt zu einer sozialen Integration geschaffen werde. „Ein wichtiger Schritt ist daher die Schaffung 15 neuer Krippenplätze und der Ausbau des pädagogischen Konzeptes, was erst mit den neuen Räumlichkeiten möglich wird“, sagte Hermann. Dadurch werde die Lebenssituation der Menschen im Quartier nachhaltig verbessert.

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Dies ist nach Angaben des Pressesprechers der Stadtverwaltung Dominik Kimyon mit ein Grund, warum dort das Familienzentrum von Seiten der Stadt unterstützt werde. „Der Jugendhilfeausschuss der Stadt hat im September 2009 Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Kinder- und Familienzentren festgelegt. Danach sollen Familienzentren vorrangig in Stadtteilen mit einer besonderen Häufung von Risiken in Hinblick auf den frühkindlichen Bildungszugang entstehen“, erklärte er. Dazu zähle ein hoher Anteil an kinderreichen Familien, Familien mit Migrationshintergrund und Alleinerziehenden.

Ziel des Familienzentrums sei auch, dass durch den An- und Ausbau an der Kindertagesstätte an der Pfalz-Grona-Breite an diesem Ort der Zusammenhalt der Bewohner aller Generationen sowie unterschiedlicher Herkunft noch weiter gestärkt werde. „Mit dem An- und Ausbau der Kindertagesstätte Pfalz-Grona-Breite und der Erweiterung zu einem Familienzentrum wird ein wichtiger Ort der Integration im Quartier gestärkt", erklärt die sozialpolitische Sprecherin Insa Wiethaup. Dadurch werde ein wesentlicher Beitrag zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für die Bewohner im Quartier geschaffen. „Wir brauchen mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Weststadt ist hierfür vorbildlich“, erklärte Wiethaup.

Die Kosten für die Arbeiten an der Kindertagesstätte belaufen sich nach Angaben der SPD-Fraktion auf rund 2,3 Millionen Euro. Die Investition sei Bestandteil des Gesamtprojektes „Stadterneuerung Weststadt“. Der Großteil der Investitionskosten sei durch Bundes-und Landeszuschüsse abgedeckt. Die Zuschüsse kommen unter anderem aus dem Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“. Der Eigenanteil, den die Stadt aufbringen muss, liegt nach Angaben von Kimyon bei ungefähr 447000 Euro. „Gut angelegtes Geld, dass wir gerne mit dem Haushalt, zur Verfügung stellen“, erklärte die finanzpolitische Sprecherin der SPD Fraktion Behbehani. Mit dem Umbau soll im Jahr 2020 begonnen werden.

Von Vera Wölk

02.01.2019
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