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Göttingen Ausstellung dokumentiert das Leid der „Kinder von Auschwitz“
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Ausstellung in Göttingen dokumentiert das Leid der „Kinder von Auschwitz“

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07:00 18.08.2020
Mit der Ausstellung wird an 44 Kinder gedacht, die das KZ Auschwitz überlebt haben. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung vom NS-Faschismus zeigt die Stadt Göttingen die Ausstellung „Vergiss deinen Namen nicht - die Kinder von Auschwitz“. Auf insgesamt 44 großformatigen Bild- und Schrifttafeln werde die Geschichte von Menschen erzählt, die als Kinder im Konzentrationslager Auschwitz eingesperrt waren und diese Zeit überlebten, teilte die Stadt am Montag mit. Kooperationspartner bei der Ausstellung, die vom 30. August bis zum 27. September im Alten Rathaus zu sehen ist, sind das Literarische Zentrum Göttingen und der Steidl Verlag.

Autor der Ausstellung ist der Publizist Alwin Meyer, sie basiert auf seinem 2015 bei Steidl erschienenen gleichnamigen Buch. Meyer hatte über Jahrzehnte und in mehreren Ländern nach den Kindern von Auschwitz gesucht, mit ihnen gesprochen und ihr Vertrauen gewonnen. Viele hätten ihm zum ersten Mal vom Lagerleben und von einer Kindheit erzählt, „in der der Tod immer präsent und nie natürlich war“, heißt es in der Ankündigung. Entstanden sei eine Ausstellung, „die den dunkelsten Fleck einer dunklen Geschichte dokumentiert“.

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Meyers Recherchen zufolge wurden mindestens 232.000 Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit ihren Familien von den Nationalsozialisten ins KZ Auschwitz verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige hätten überlebt. Am 27. Januar 1945 konnten lediglich 650 Kinder befreit werden. Nach ihrer Befreiung kannten manche weder ihren Namen, ihr Alter noch ihre Herkunft.

Von epd