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Göttingen Ausstellung in der Göttinger Jacobi-Kirche
Die Region Göttingen Ausstellung in der Göttinger Jacobi-Kirche
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00:18 18.08.2017
Das Denkmal Martin Luthers vor der Johanniskirche in Magdeburg.  Quelle: dpa
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Göttingen

 Die Ausstellung von Berlin-Brandenburger Landeskirche und dem Touro College Berlin reiht sich in die Bemühungen ein, sich der Judenfeindschaft des Reformators zu stellen: Während Luther zunächst für einen menschlichen Umgang mit Juden plädierte, habe er sie später „unerträglich geschmäht“ und Gewalt gegen sie gefordert, formulieren es die Göttinger Veranstalter. Zu diesen gehören die Jacobi-Gemeinde, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Projektwerkstatt Spurensuche auf dem Hohen Hagen.

Das Rahmenprogramm der Ausstellung umfasst Vorträge, Führungen und Konzerte. Unter anderem will der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann eine Einführung in die Rezeption von Luthers Judenfeindlichkeit bis in die Zeit des Dritten Reiches bieten. Der Berliner Rabbiner Andreas Nachama spricht über jüdische Perspektiven auf die Reformation.

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Luther_Klappkarte_Göttingen_druck (2 MB)

Den Auftakt des Begleitprogramms macht ein Auftritt des Kammerchors St. Jacobi während des Eröffnungsgottesdienstes: Er singt anlässlich des Israelsonntags die Bachkantate BWV 46. Beginn ist am Sonntag, 20. August, um 18 Uhr in der Kirche, Jacobi-Kirchhof 1. Ab dann ist die Ausstellung in der Kirche wochentags von 11 bis 16 Uhr geöffnet, freitags und am Wochenende bis 18 Uhr. Für Schulklassen können gesonderte Termine mit der Gemeinde vereinbart werden.

Von Christoph Höland

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