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Die Region Göttingen Göttinger Auszubildende bauen Solar-Carport
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18:23 27.11.2019
Auszubildende mehrerer regionaler Betriebe errichten in firmenübergreifender Zusammenarbeit ein Solar-Carport auf dem Gelände von Holzland Hasselbach. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Auf dem Gelände der Firma Holzland Hasselbach in Rosdorf bauen zwei Tage lang Auszubildende ein Solar-Carport auf. Die Auszubildenden erlernen unterschiedliche Berufe bei fünf regionalen Unternehmen: „Holzland Hasselbach“, die „Göttinger Tischlerei und Holzbau“, Energieversorger „EAM“, „Elektro Zühlke“ und „Holzbau Walde“.

Das Solar-Carport soll ermöglichen, das Elektroauto zu Hause aufzuladen. In dem Glasdach des Carports liegen die Solarmodule. Zu dem System gehört eine Energie speichernde Batterie. „Diese kann, je nach Bedarf, unterschiedlich groß sein kann – ein sechs Kilowatt Speicher sollte für einen normalen Haushalt allerdings ausreichen“, erklärt Jörg Hausknecht von EAM. Hausknecht ist einer der Organisatoren des Projekts, das vor allem aus einer Kooperation der Firmen Hasselbach und EAM hervorgegangen ist.

„Geringer Arbeitsaufwand, große Wirkung“

Bei dem Aufbau des Solar-Carports werde ein altes mit neuem Handwerk verbunden, sagt Armin Schülbe, Leiter des Regionalzentrums Nord der Firma EAM: Das Zurechtsägen von Holz und der Anbau von Schienen und Halterungen gehöre zum klassischen Handwerk. Das werde mit der neuen Technik des Glasdachs verknüpft, das Energie produziert und wasserdicht ist. Ein Zählerschrank, ein Speicher und eine Wallbox gehören zur Ausstattung, die für das Carport benötigt wird. Innerhalb von zwei Tagen sei ein solches Carport aufgebaut, heißt es. Je nachdem, wie die Infrastruktur eines Haushaltes aussehe, fertigen die Betriebe einen indivuellen Plan für den Bau eines hauseigenen Solar-Carports an.

Auszubildende der Firmen EAM, Holzland Hasselbach, ElektroZühlke und Holzbau Walde errichten ein Solar-Carport in firmenübergreifender Zusammenarbeit auf dem Gelände von Holzland Hasselbach.

Armin Schülbe, Leiter des Regionalzentrums Nord der Firma EAM, erklärt die Intention des Projekts: „Elektroautos sollen nicht mehr mit konventioneller Energie aufgeladen werden, sondern mit Solarenergie – das macht nur Sinn.“ Den Speicher bezeichnet er als „Technik der Zukunft“, denn er ermögliche es, die gesammelte Energie nicht direkt aufzubrauchen, sondern zu speichern. Er gibt zu bedenken: „Und überhaupt, warum kann in Zukunft nicht immer mehr Glas mit Solarmodulen den Ziegelstein ersetzen?“ Für Menschen, die viel Lichteinfall mögen, wäre das jedenfalls sinnvoll – und eine Möglichkeit, nachhaltige Energie zu erzeugen.

Das Solar-Carport austesten

Das Solar-Carport besteht aus einer Holzstruktur und Solarmodulen aus Glas, die auch gleich als Dacheindeckung dienen. Besitzer eines Elektroautos können das Objekt in Rosdorf besichtigen und austesten. Die Verantwortlichen erklären: „Kunden und Besucher vom Holzland Hasselbach können ihr Elektroauto vor Ort laden.“ Dafür stehe eine Wallbox mit einem Typ 2 Anschluss zur Verfügung.

Bei Sonne wird die erzeugte Energie in der Batterie gespeichert und später wieder abgegeben. Das Holzland Hasselbach und der Energieversorger EAM entwickelten den Plan, einen innovativen überdachten Abstellplatz für Fahrzeuge zu errichten, der Strom dezentral mit einer Photovoltaikanlage produziert und in einer Batterie speichert. Interessenten können die Mitarbeiter von Holzland Hasselbach oder bei der EAM Peter Schulze bei anstehenden Fragen telefonisch kontaktieren, unter 05505/9990 32254.

Blick in die Zukunft

Schülbe hält zur Einweihung des Projekts eine Rede und äußert seinen Respekt gegenüber den Auszubildenden. Die Ausbildung sei heute mindestens so bedeutsam wie früher. Dabei würden die Technik und die Kunden immer anspruchsvoller, wodurch immer filigraner gearbeitet werden müsse. „Außerdem wird die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Betrieben immer wichtiger – wie man an diesem Projekt sehen kann.“ Anschließend bedankt sich Birgitt Witter-Wirsam, Geschäftsführerin von Holzbau Hasselbach, für die Zusammenarbeit der Firmen. „Jeder hat etwas von sich eingebracht und das zeichnet dieses Projekt aus“, sagt sie. Es sei ein Projekt der Zukunft und die Azubis seien „unsere Zukunft“.

Die Azubis bringen unterschiedliche Expertisen mit. Die kaufmännischen Auszubildenden haben Werbung für das Projekt auf den Social Media-Plattformen Instagram und Facebook betrieben. Raphael Geisler (19) und Niklas Buchmann (18) machen ihre Ausbildung als Elektrotechniker für Betriebstechnik bei EAM. Ihnen gefällt an dem Projekt folgendes: „Glasdächer kennt man ja, aber diese sind mit Solarmodulen versetzt – das macht die Konstruktion interessant.“ In ihrer Ausbildung lernen sie diverse Bereiche kennen, unter anderem besuchen sie einen Elektronikkurs und lernen das Programmieren.

Von Anja Semonjek

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