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Göttingen Auto fahren unter Alkoholeinfluss
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19:29 31.05.2010
Einer von 23 umgefahrenen Pylonen: Schülerin Alex schlängelt sich mit gut 0,3 Promille durch den ADAC-Hindernis-Parcours. Quelle: Vetter

Knapp 30 Schüler des Mündener Grotefend-Gymnasiums nehmen an einem „Fahrversuch Alkohol“ des ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt teil. Dabei sollen die Probanten erfahren, welche Auswirkungen Alkoholgenuss auf die Fahrtüchtigkeit hat.

Laut ADAC ist nach wie vor die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen „viel zu häufig in Unfälle verwickelt“. Oft seien Alkoholgenuss oder Drogenmissbrauch die Ursache. Der ADAC will junge Menschen mit diesem Präventionsprojekt besonders auf solche Gefahren aufmerksam machen.

Die erste Erkenntnis läuft dem Präventionsgedanken des Experimentes aber zuwider: Es scheint gar nicht so leicht zu sein, sich an einem Montag Mittag auf 0,5-Promille hochzutrinken. Bastian hat sich schon zwei doppelte Vodka-O zu Gemüte geführt, hat „aber erst 0,15 Promille“ und er sieht enttäuscht aus, als er das sagt. Er hat mit mehr gerechnet. Überhaupt fällt das erste Probepusten bei den meisten geringer als erwartet aus. Die Ergebnisse liegen zwischen 0,15 und 0,24 Promille. Also weitertrinken. Janine Schröder und Stefan Schönfeld von der Fachhochschule Magdeburg betreuen das Projekt und leisten zwischendurch Informationsarbeit, müssen bei den geringen Promillezahlen aber weiter ausschenken und bedienen: „Möchtest du noch etwas trinken?“ – „Mmh, ein bisschen geht noch.“ Als der Wodka leer ist, müssen die Schüler auf Aquavit und Korn umsteigen. Zum Glück ist genug Cola und Sprite zum Mixen da. Dann muss die 18-jährige Alex ans Steuer. Mit mehr als 0,3 Promille (ein Glas Sekt, zwei doppelte Wodka-O) nimmt sie neben Fahrsicherheitstrainerin Tine Tiemann Platz. Sie kichert ein wenig albern, hält sich aber ganz gut. Vorsichtig tastet sie sich im zweiten Gang fehlerfrei durch den Parcours-Slalom. Am Ausweichhindernis (der Fahrtrainer sagt kurz vorher an, ob nach links oder rechts ausgewichen werden soll) nimmt sie einige Pylone mit, verwechselt aber immerhin nicht – wie nüchtern – rechts und links. Unterm Strich fallen 23 Pylone um, nüchtern waren es nur zwölf. „Voll komisch“ sei ihr bei der Fahrt zumute gewesen“, sagt Alex hinterher. Den Alkohol habe sie schon gemerkt, „besonders in den Kurven...“

Organisator Klaus Ulbricht ist zufrieden: „Bessere Multiplikatoren als diese Schülerinnen und Schüler, kann man sich nicht vorstellen.“

Von Lukas Breitenbach

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