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Göttingen Autobahnpolizei Göttingen: Verstöße bei 71 von 75 Lastwagen
Die Region Göttingen Autobahnpolizei Göttingen: Verstöße bei 71 von 75 Lastwagen
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17:30 28.05.2020
Bei Kontrollen haben Beamte der Autobahnpolizei Göttingen an vielen Lkw Mängel festgestellt. Quelle: dpa
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Göttingen

71 mangelhafte Lastwagen in zehn Tagen – das ist die Bilanz einer gemeinsamen Aktion von Autobahnpolizei und Landkreis Göttingen. Die gemischten Streifen kontrollierten zwischen dem 4. und 15. Mai insgesamt 75 Lkw. Die Bilanz der Polizei: Acht abgebrochene Fahrten, 89 Verfahren gegen Fahrer und Unternehmer aufgrund von Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten, 21 Verfahren wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten und drei Verfahren aufgrund von Verstößen gegen das Gefahrgutrecht.

Die Sonderaktion der gemeinsamen Kontrollen sei zum wiederholten Mal erfolgreich gewesen, teilt die Polizei mit. Jeweils zwei Polizeibeamte und zwei Mitarbeiter des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung waren demnach jeweils unterwegs, überwiegend nachts und am frühen Morgen. Schwerpunkt der Aktion war nach Angaben der Polizei in diesem Jahr der Schwer- und Lieferverkehr.

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Schwere Verstöße festgestellt

Bei den Kontrollen stießen die Beamten auf teils schwere Verstöße gegen Vorschriften: Ein Tankwagen mit Gefahrgut aus Nordhessen sei, so teilt die Polizei mit, ohne die vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen und Unterlagen auf der Fahrt nach Hamburg gewesen. Der Lastwagenfahrer musste seine Fahrt unterbrechen. In Göttingen sei der Wagen durch eine Fachfirma entleert und gereinigt werden. Die Polizei verhängte Bußgelder in vierstelliger Höhe.

Ein Lastwagen aus Göttingen musste nach Angaben der Polizei seine Fahrt unterbrechen, weil er überladen war. Erst nach dem Eintreffen eines zweiten Tiefkühlfahrzeugs und der Umladung eines Teils der Ladung durfte der Fahrer seine Fahrt fortsetzen.

In mehreren Fällen stellten die Beamten nach Mitteilung der Polizei Manipulationen bei der Aufzeichnung der Daten über Lenk- und Ruhezeiten fest. Wegen dieser Verstöße leitete die Polizei elf Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fälschens beweiserheblicher Daten nach dem Strafgesetzbuch ein.

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Von Tammo Kohlwes

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