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Göttingen Autobahnpolizei erwischt Schleuser mit zehn syrischen Flüchtlingen
Die Region Göttingen Autobahnpolizei erwischt Schleuser mit zehn syrischen Flüchtlingen
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16:56 25.10.2013
Von Jürgen Gückel
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Bovenden/Göttingen

Zwei Italiener, mutmaßlich Schleuser mit eigenem Migrationshintergrund, wurden wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Einschleusung von Ausländern in Haft genommen. Schon in der kommenden Woche, so die Voraussetzung des Haftbefehls zur Sicherung der Hauptverhandlung, werden sie in Göttingen vor Gericht gestellt.

Entdeckt wurde der illegale Menschentransport am Donnerstagabend gegen 22 Uhr, als die Polizei auf dem Rastplatz Leineblick bei Bovenden den klapperigen Hyundai-Transporter der beiden 27 und 28 Jahre alten Italiener überprüfte. Dabei entdeckte sie auf der Ladefläche zehn Menschen.

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Die vier Männer, drei Frauen und drei Kinder im Alter von sechs, sieben und elf Jahren waren offenbar aus Italien eingeschleust worden. Sie stammen aus Syrien, ihre Schleuser ursprünglich aus Ägypten und Marokko. Die Verdächtigen behaupteten gegenüber der Polizei, die zehnköpfige Gruppe habe zuvor als Anhalter am Straßenrand gestanden.

Die Polizei hat die zehn Menschen, darunter mutmaßlich zwei Familien, vorerst im Grenzdurchgangslager Friedland untergebracht, wo sie Asylantrag stellen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sie sich auf dem Weg nach Schweden, wo sie als Bürgerkriegsflüchtlinge Asyl suchten.